Marionetten von Brigitte Meister sind Hingucker

„Bettler“ zieht Blicke auf sich

Brigitte Meister ließ die „Schlafmütze“ durch den Raum wandern. Die Bremerin Erika Schmidt war zum ersten Mal mit einer Freundin (von links) bei den Kunsthandwerkertagen.

Dötlingen - Von Ove Bornholt. Während der kalte Novemberwind am Sonntagnachmittag durch Dötlingen wehte, kam im Landhotel behagliche und weihnachtliche Stimmung auf. Im Saal hatten die meisten der 22 Aussteller um eine große, geschmückte Tanne herum ihre Stände aufgebaut. Einer der Hingucker der Handwerkertage befand sich allerdings bereits im Vorraum.

Fasziniert nahmen viele der zahlreichen Besucher die etwa 70 Zentimeter großen Marionetten von Brigitte Meister in Augenschein, die die Ganderkeseerin aus Modelliermasse anfertigt. „Sie sind voll bespielbar“, erklärte die Kunsthandwerkerin, die auch Pastellbilder malt, und nahm flugs einen Clochard (französisch für Bettler und Vagabund) vom Haken, um ihn zu steuern. Die Figur in heruntergekommener, brauner Kleidung stakste mit ihrem Holzbein durch den Raum und zog die Blicke zahlreicher Besucher auf sich. Vor allem viele Männer, die sich sonst eher im Schleppzug ihrer Frauen bewegten, waren ganz angetan von den Marionetten.

Meister war neu bei den zweitägigen Kunsthandwerkertagen dabei und traf auf Erika Schmidt aus Bremen, die die Veranstaltung auch – eher zufällig – zum ersten Mal besuchte. Sie sei in Oldenburg gebürtig und kenne daher die Gegend, so Schmidt, die mit einer Freundin beim Spazierengehen auf den großen Andrang am Sonntagnachmittag aufmerksam wurde. Sie zeigte sich besonders von der „Schlafmützen“-Marionette angetan. Meister fertigt ihre Figuren in der Regel nach Fotos, auch für Betriebsjubiläen oder ähnliche Anlässe erstellt sie Marionetten. Pro Stück fallen dabei durchaus 30 bis 50 Arbeitsstunden an.

Organisatorin Ruth Schöbel zeigte sich zufrieden mit dem Interesse der Besucher. Auch am Sonnabend sei viel los gewesen. Aber in diesem Jahr seien mehr Menschen dabei, die mehr schauen und nicht so viel kaufen würden. „Sehleute“, wie Schöbel ohne Enttäuschung sagte. „Man stellt sich eben darauf ein“, meinte die Oldenburgerin. Während zu Beginn am Sonntagvormittag noch viele ältere Leute im Landhotel vorbeikamen, suchten am Nachmittag auch Familien mit Kindern nach Dekoartikeln und dem ein oder anderen Geschenk für die Festtage. Und an vielen der 22 Stände fand sich etwas.

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