Dötlinger Gartenkultour: Sechs Familien laden in ihre Privatgärten ein

Ein Bett im Obstgarten

Öffnen am 3. Oktober ihre Privatgärten: Karl-Heinz und Margrit Krüger (vorne), Heide Melle, Martina Suhrkamp, Jutta Meyer, Olaf Schachtschneider, Irmgard Voss-von Stebut und Bernd Voss im Garten der Familie Krüger (von links). Christa und Heinz-Werner Tönjes fehlen auf dem Bild. Fotos: terrasi

Dötlingen - Von Lara Terrasi. Sechs Familien öffnen am Donnerstag, 3. Oktober, bei der Dötlinger Gartenkultour zum letzten Mal in diesem Jahr für Besucher die Tore ihrer Privatgärten. „Dann ist Einheitsbuddeln angesagt“, sagt der Vorsitzende des Vereins „Dötlinger Gartenkultour“, Olaf Schachtschneider. Die besondere Aktion hat der deutsche Cartoonist Ralph Ruthe ins Leben gerufen. „Ich finde es eine schöne Sache, dass ab 11 Uhr überall gepflanzt wird“, freut sich Schachtschneider vom gleichnamigen Pflanzenhof.

Irmgard Voss-von Stebut und ihr Mann Bernd Voss besitzen einen „Bäume-Garten“ in Hockensberg und möchten an dem Feiertag eine Blasenesche pflanzen. „Die blüht im Hochsommer und ist ein sehr großer Baum“, erzählt Voss-von Stebut.

Margrit und Karl-Heinz Krüger haben einen 1,1 Hektar großen Stein- und Wassergarten in Simmerhausen, in dem etwa zehn Insektenhotels stehen. Auf dem Gelände befinden sich zudem sechs Teiche, ein Schwimmteich, ein 35 Meter langer Bachlauf sowie ein Backhaus. 32 verschiedene Vogelarten leben bei ihnen im Garten, erzählt Karl-Heinz Krüger. Ein besonderer Hingucker ist das Bett, das im Obstgarten steht, von Büschen umgeben ist und mit Kissen und Decken zum Verweilen einlädt. „Wir könnten einen Tulpenbaum eingraben“, sagt Krüger.

„Bei euch ist in diesem Sommer ja auch schon mächtig was passiert. Am 1. Mai war an dieser Stelle noch gar nichts“, betont Schachtschneider und zeigt auf die großzügige Fläche, auf der mehrere Beete angelegt worden sind. „Es ist echt klasse, was ihr in der kurzen Zeit mit den Beeten geschaffen habt. Den grünen Daumen gibt es hier also tatsächlich“, sagt der Vorsitzende und lacht.

Christa und Heinz Werner Tönjes aus Bergedorf haben sich entschieden, einen Eisenholzbaum in ihre „Stauden-Oase“ zu pflanzen. Schachtschneider erklärt, dass der Baum diesen Namen trägt, weil das Holz so schwer sei, dass es im Wasser sofort untergehen würde.

Jutta Meyer überlegt noch, welchen Baum sie pflanzen möchte. Ihr Mann und sie seien derzeit noch dabei, etwas Ordnung in den Blumengarten zu bringen, erzählt sie. Im Bauerngarten der Familie Meyer in Dötlingen wachsen neben Blumen noch Gemüse, Obst und Kräuter.

Auch Familie Melle öffnet am 3. Oktober die Pforten ihres Hofgartens in Ostrittrum und pflanzt einen Walnussbaum. „Mein Mann hat schon eine überdimensionale Bank gebaut, die etwa zwei Meter hoch ist und über einer Hecke steht. Von da aus hat man einen schönen Blick in Richtung Rittrumer Berge“, erzählt Heide Melle. Auf der Bank können bis zu sieben Personen Platz nehmen. Das leicht hügelige Gelände auf ihrem Grundstück ist etwa 5 000 Quadratmeter groß. Dort wachsen unter anderem mehrere Rosensorten und Stauden.

Martina und Dieter Suhrkamp laden in ihren Hofgarten nach Sandhatten ein. „Ich muss mir noch etwas Schönes zum Buddeln suchen, aber wir haben einen tollen Spätsommergarten, in dem im Moment die Hortensien blühen. Es lohnt sich also, herzukommen“, sagt Martina Suhrkamp.

„Der 3. Oktober ist immer am angenehmsten. Der Herbst hat diese Stille. Jeder Garten ist anders und jeder Typ ist auch anders“, freut sich Schachtschneider auf den Tag.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Zehntausende setzen mit Greta Thunberg Zeichen fürs Klima

Zehntausende setzen mit Greta Thunberg Zeichen fürs Klima

Erneut China-Rückkehrer in Deutschland gelandet

Erneut China-Rückkehrer in Deutschland gelandet

Neues Nienburger Kino offiziell eingeweiht

Neues Nienburger Kino offiziell eingeweiht

Wenn Kids Eltern die rote Umweltkarte zeigen

Wenn Kids Eltern die rote Umweltkarte zeigen

Meistgelesene Artikel

Mehr als Blumen braucht es nicht

Mehr als Blumen braucht es nicht

Zu viel Gülle ausgefahren: Landwirt muss 6.000 Euro Strafe bezahlen

Zu viel Gülle ausgefahren: Landwirt muss 6.000 Euro Strafe bezahlen

Minister Lies kommt zum Klimaschutzforum

Minister Lies kommt zum Klimaschutzforum

Der Run kann starten: Vermarktung von Bauplätzen in Brettorf beginnt

Der Run kann starten: Vermarktung von Bauplätzen in Brettorf beginnt

Kommentare