18 Betriebe und Institutionen vom Verein „wi helpt di“ zertifiziert

Gütesiegel an der Tür

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Herbert Aschenbeck schraubte das erste Siegel an die Wand des Hofladens von Elke Krebs.

Dötlingen - Von Dierk Rohdenburg. „Wir sind alle etwas aufgeregt“, sagte Hella Einemann-Gräbert von der Gruppe „wi helpt di“. „Denn das hier ist schon etwas Besonderes.“ Am Donnerstagabend übergab der Verein die ersten 18 Gütesiegel an Geschäfte und Institutionen, die deutlich machen, dass diese für die Zukunft Dötlingens stehen und unter anderem Barrierefreiheit garantieren.

Das ist nämlich gar nicht so leicht, wie die Gemeindeverwaltung feststellen musste. Als die Zertifizierer vor Ort waren, gab es durchaus Nachbesserungsbedarf. Aber das wurde gerne erledigt, sodass Elke Brunotte das Siegel ebenfalls in Empfang nehmen durfte.

Die Betriebe und die Gütesiegel-Beauftragten trafen sich vor dem Hofladen von Elke Krebs. Dort konnte Herbert Aschenbeck auch gleich das erste Siegel an die Wand schrauben. Zudem zeigt ein großes blaues Schild, dass der Laden auch für Rollstuhlfahrer gut erreichbar ist.

„Seit Herbst haben wir uns mit dem Siegel beschäftigt“, erzählte Einemann-Gräbert. In den vergangenen Wochen seien die Zertifizierer mit dicken Fragebögen ausgerückt. Bei der Norle beispielsweise wurden 15 Seiten ausgefüllt.

„Das Ergebnis war bei den meisten Teilnehmern durchweg positiv“, so Einemann-Gräbert. „Ab und zu mussten kleine Nachbesserungen erledigt werden.“ Die Arbeit der neunköpfigen Gruppe habe viel Spaß gemacht. „Und es geht ja hoffentlich noch weiter, denn es gibt ja noch viel mehr Betriebe, die sich beteiligen können.“

Elke Brunotte zeigte sich auch begeistert von den Aktivitäten. „Vor einem halben Jahr habe ich noch nicht daran geglaubt, dass wir heute hier mit Sekt auf das Siegel anstoßen werden.“

Mit der Auszeichnung wird deutlich gemacht, dass sich die Betriebe um sicheres, unterstütztes Einkaufen und individuell bedarfsgerechten Service und Dienstleistungen bemühen. Die Gruppe „wi helpt di“ kümmert sich um dieses Thema, weil die Zahl der älteren Kunden aufgrund der demografischen Entwicklung wachsen und rasch an größerer Bedeutung gewinnen wird.

Mit dem Siegel soll Menschen mit Unterstützungsbedarf geholfen und zusätzlich die Bevölkerung sowie die Betriebe sensibilisiert werden. Mitmachen können Betriebe, die entweder bei „wi helpt di“ in der Genossenschaft oder im Verein Mitglied sind. Das Gütesiegel wird für drei Jahre verliehen. Dann wird erneut zertifiziert.

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