Besucher am Wochenende willkommen

Warbirds am Dötlinger Himmel

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Uwe Grevsmühl (l.) lässt am Nachbau seiner Blériot XI, mit der Blériot 1909 den Ärmelkanal überquerte, basteln.

Dötlingen - Vom Eindecker aus dem Jahr 1908 bis hin zum modernen Starfighter tummelt sich derzeit so manches Flugzeug am Dötlinger Himmel. Denn auf der Anlage des Modellflugclubs im Birkenbusch haben sich rund 60 Fans militärischer Flieger zum Warbirdcamp eingefunden, und die meisten sind mit mehr als einem Modell angereist. „Viele Teilnehmer kommen aus Nordrhein-Westfalen“, berichtet Pressewart Jens Gutsche. Mit 25 Personen stammt die größte Gruppe aus der Nähe von Osnabrück. „Wir haben aber auch Gäste aus Bayern und sogar aus Dänemark dabei.“

Ein Teil der Warbird-Fans ist bereits am Mittwochabend angekommen und bleibt bis Sonntag. Die Anlage im Birkenbusch hat damit einen leichten Campingplatz-Charakter erhalten. Viele sind mit dem Wohnwagen angereist, haben das Vordach ausgekurbelt und sich gemütlich eingerichtet. Morgens gibt es für alle ein Frühstück im Vereinsheim. „Brötchen holen braucht niemand, der Bäcker liefert“, erzählt Gutsche. Immer mal wieder wird der Grill angezündet, und abends sitzen die Modellflieger zusammen und fachsimpeln. „Dann geht es um einzelne Bauphasen und das Lösen von Problemen“, weiß Gutsche.

Die meisten Teilnehmer haben Flugzeugmodelle aus dem Zweiten Weltkrieg mitgebracht – britische und deutsche Flieger sind ebenso dabei wie Flugzeugträger-unterstützte US-Jets. Mit dem Nachbau der Blériot XI, mit der der Franzose Blériot 1909 den Ärmelkanal überquert hat, präsentiert Uwe Grevsmühl aus Coesfeld wohl den ältesten Flieger. „Er hat Höhen- und Seiten-, aber keine Querruder“, erzählt er. „Der Eindecker aus Holz arbeitet mit Flächenverwindungen und hat eine Spannweite von 1,60 Meter.“ Grevsmühl hat das Modell „günstig geschossen“ und den Vorderbau restauriert. Durch den Dreizylinder-Viertakt-Motor habe die Blériot einen „wunderschönen, knatternden Klang“, meint der Coesfelder, der als nächstes einen Jet bauen möchte.

Wer sich für die alten „Kriegsvögel“ interessiert, ist im Warbirdcamp willkommen. Am Sonnabend und Sonntag ab 14.30 Uhr besteht die Gelegenheit, die Modelle anzuschauen und in der Luft zu erleben. „Es gibt auch Kaffee und Kuchen“, kündigt Gutsche an.

ts

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