Neue Lkw-Parkplätze dringend nötig

FDP informiert sich auf A 1-Rastanlage über bevorstehende Umgestaltung

Die FDP-Mitglieder rund um den Bundestagsabgeordneten Christian Dürr (Mitte) informierten sich bei Roland Menze vom Unternehmen Tank & Rast (Vierter v.r.) sowie Rastanlagen-Pächter Hans-Christian Vogelsang (Dritter v.l.). - Foto: Schneider
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Die FDP-Mitglieder rund um den Bundestagsabgeordneten Christian Dürr (Mitte) informierten sich bei Roland Menze vom Unternehmen Tank & Rast (Vierter v.r.) sowie Rastanlagen-Pächter Hans-Christian Vogelsang (Dritter v.l.).

Dötlingen - Von Tanja Schneider. „Die Parkplatzsituation an der Autobahn-Raststätte Wildeshausen-Nord wird sich in absehbarer Zeit verbessern.“ Diese Botschaft überbrachte der damalige niedersächsische Verkehrsminister Walter Hirche (FDP) während eines Ortstermines im Sommer 2008. Am Mittwoch, ziemlich genau zehn Jahre später, waren die Liberalen aus der Region erneut auf der Anlage in der Gemeinde Dötlingen und mussten feststellen: „Die Parkplatzsituation hat sich eher zugespitzt, wird sich aber bald verbessern.“

Gemeinsam mit dem hiesigen FDP-Bundestagsabgeordneten Christian Dürr informierten sich die Politiker aus Dötlingen, Wildeshausen, Großenkneten und Harpstedt bei Roland Menze, Leiter des Berliner Büros der Autobahn Tank & Rast Holding GmbH, sowie Hans-Christian Vogelsang, der die A 1-Rastanlagen Wildeshausen-Nord und -Süd gepachtet hat, über die aktuelle Situation. 

Täglich beobachtet Vogelsang die Lkw-Fahrer, die meist stundenlang nach einem freien Platz suchen und sich dann notgedrungen auf den Standstreifen stellen. Den derzeitigen Bau der Park- und WC-Anlagen in der Gemeinde Prinzhöfte kann er deshalb nur begrüßen. „Reichen wird das aber nicht“, meint er.

Das sieht auch das Bundesverkehrsministerium so, das schon vor einer halben Ewigkeit ermittelt hatte, dass bundesweit 22.000 Stellplätze fehlen. Um der Parkplatznot Herr zu werden, sollen die Raststätten- und Tankgebäude in der Gemeinde abgerissen und durch neue Kompaktanlagen ersetzt werden. Auf diese Weise können zusätzliche Stellplätze auf dem vorhandenen Terrain entstehen. „Denn eine Erweiterung würde Grunderwerb seitens des Bundes voraussetzen, und Flächen sind heutzutage kaum mehr zu bekommen“, sagt Menze. Die Zahl der Lkw-Plätze soll sich von insgesamt 50 auf 124 erhöhen, die Autostellflächen werden hingegen auf rund 120 reduziert.

2019 soll der Abbruch beginnen, 2020 dann der Neubau

Menze rechnet damit, dass das Planfeststellungsverfahren für das Projekt Ende des Jahres abgeschlossen ist. Dann könnte die Tank &  Rast 2019 mit dem Abbruch und ab 2020 mit dem Neubau beginnen. Sechs Millionen Euro koste die Errichtung einer Kompaktanlage, die als wirtschaftlicher und effizienter gelte. „Los geht es auf der Nordseite, danach kommt die Südseite an die Reihe“, so Menze. Während der Bauarbeiten ist ein Tank- und Gastro-Provisorium geplant.

Zur Sprache kamen am Mittwoch auch das Parken abseits der Autobahn, das Thema Privatisierung sowie der sechsspurige Ausbau zwischen den Dreiecken Ahlhorn und Stuhr. Letzterer ist laut Dürr nicht als vordringlich eingestuft. Dennoch sollten die Planungen vorangetrieben werden. Denn seiner Erfahrung nach kämen – wenn Geld vorhanden ist – planungsreife Projekte eher zum Zuge. 

Als spannend bezeichnete Dürr auch einen Hinweis von Vogelsang bezüglich mangelnden Wohnraumes. Einige seiner Mitarbeiter – insgesamt 160 an vier Rastanlagen plus zwei Schnellrestaurants – würden keine adäquate, bezahlbare „Bleibe“ finden. „Da drückt auch mir als Unternehmer der Schuh“, sagte Vogelsang.

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