Bernd Ellinghusen aus Hockensberg vermarktet seit 33 Jahren Gänse und Flugenten

Nicht mehr lange bis zur Weihnachtsgans

Die Enten laufen auf dem Hof von Bernd Ellinghusen frei herum. Seit 33 Jahren vermarktet er die Tiere.
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Die Enten laufen auf dem Hof von Bernd Ellinghusen frei herum. Seit 33 Jahren vermarktet er die Tiere.

Hockensberg – Heute ist Martinstag und in 44 Tagen auch schon Heiligabend. Wenn das kein Anlass für ein Festessen ist: Bei vielen Deutschen kommt im November die Martins-, und im Dezember die Weihnachtsgans auf den Tisch. Das kann Bernd Ellinghusen aus Hockensberg bestätigen: „Es ist unbestritten, dass es ein beliebtes Essen ist.“

Auf seinem gleichnamigen Hof hält der gelernte Landwirt Gänse und Flugenten. „Ein paar Hähnchen haben wir auch“, sagt er. „Die 145 Flugenten laufen draußen auf dem Hof, die sind erst von Mitte August. Im Juli haben wir die Gänse bekommen. Durch die Aviäre Influenza wurde es schwieriger, welche zu besorgen. Daher haben wir die Enten etwas später erhalten“, erzählt Ellinghusen. „200 Gänse sind es dieses Jahr.“ Die Anzahl liege ungefähr immer im selben Bereich: „Zwischen 170 und 200 pendelt das immer etwas bei den Gänsen.“ Diese laufen tagsüber auf einer Weide. „Nachts werden die Enten und Gänse eingestallt, aber in dem Stall werden sie getrennt gehalten.“ Die Enten kämen aus Lohne, die Gänse aus Bakum. Die Tiere seien dann eine Woche alt.

2020 erhielt Ellinghusen noch an Heiligabend eine Anfrage

Die ersten 130 Enten und Gänse seien vor Kurzem geschlachtet worden, „weil wir für die schon Abnehmer haben“, so Ellinghusen. „Die nächste Partie schlachten wir nach Nikolaus.“ Getötet werden die Vögel auf dem Hof. Gänse und Enten vertreibt Ellinghusen übrigens seit etwa 33 Jahren. Angefangen hatte er damals mit 50 Gänsen.

Der gelernte Landwirt verkaufe fast ausschließlich an Privatleute, sagt er. Die Tiere würden unter anderem zu Mettwurst oder zu geräucherter Gänsebrust verarbeitet. „Wir verkaufen Teile oder ganze Vögel über zwei Hofläden und wir verkaufen auf Bestellung auch Tiere direkt“, erklärt Ellinghusen, der hauptberuflich als biologisch-technischer Assistent in einem Labor arbeitet. Die Hofläden befinden sich in Delmenhorst und Dingstede. „Wurstwaren kann man nur bei uns kaufen.“

Insbesondere im Jahr 2020 sei die Nachfrage nach den Vögeln hoch gewesen: „Im vergangenen Jahr haben wir alles komplett verkauft. Sonst hatten wir immer eine Handvoll Tiere übrig“, so Ellinghusen und erinnert sich an ein Erlebnis: „2020 hatten wir die letzten Anfragen noch morgens an Heiligabend. Wir hatten schon abgeschlossen, alles war zu und jemand hat angerufen und dann noch die letzte frisch eingefrorene Gans bekommen.“ Also: „Bestellungen müssen schon vorher getätigt werden. Am 23. Dezember ist bei uns Schluss, da kann dann nichts mehr abgeholt werden.“ Ob die Nachfrage in den vergangenen Jahren gestiegen ist, könne er nicht sagen: „Das ist immer ein kleines rauf und runter. Jetzt geht es im Moment etwas rauf. Ich weiß aber nicht, ob es daran liegt, dass die Leute mehr zuhause sitzen und mehr kochen.“ Noch habe er Gänse und Enten da, aber man sollte nicht zu lange mit der Bestellung warten, rät er.

130 Tiere sind bereits geschlachtet worden

Welches Essen beliebter ist an Weihnachten – Gans oder Ente – könne er ebenfalls nicht sagen. „Das liegt auch an den Leuten, was die so wollen. Das Fleisch schmeckt ja auch etwas unterschiedlich“, sagt er.

Und wie viel kostet so ein Vogel? „Eine Gans wiegt circa viereinhalb Kilo. Die kostet dann etwa 75 Euro.“ Und was kommt bei ihm zu Weihnachten auf den Tisch? „Wir haben mal Gans, mal Ente, aber auch mal Wild oder Schwein zu Weihnachten. Das ist immer anders.“

Dass die Tiere teurer geworden sind, könne er bestätigen: „Beim Küken selber gab es eine erhebliche Preissteigerung.“ Zum einen sei das Futter teurer geworden, zum anderen liege es an der Geflügelpest. „Seit Influenza in den Landkreisen war, sind sie teurer geworden.“ Demnach koste ein Gänseküken etwa 6,80 Euro und eine junge Ente im Durchschnitt etwa fünf Euro, informiert Ellinghusen.  

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