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Gemeinde Dötlingen bekommt mit Christin Geerken eine neue Standesbeamtin 

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Von: Lara Terrasi

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Blumen und eine Bestellungsurkunde bekam die neue Standesbeamtin Christin Geerken (links) von Dötlingens Bürgermeisterin Antje Oltmanns.
Blumen und eine Bestellungsurkunde bekam die neue Standesbeamtin Christin Geerken (links) von Dötlingens Bürgermeisterin Antje Oltmanns. © Terrasi

Dötlingen – Es war ein kleiner Traum von ihr. Jetzt hat er sich erfüllt. Christin Geerken darf nun Paare an ihrem schönsten Tag im Leben begleiten. Mit der 30-Jährigen hat die Gemeinde Dötlingen eine neue Standesbeamtin gewonnen. 

Im Juli 2016 hatte Geerken ihre Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten beim Kirchenkreisamt in Korbach abgeschlossen. Im Sommer 2020 absolvierte sie ihren Abschluss zur Verwaltungsfachwirtin und bestand ebenso die Ausbilderinnen-Eignungsprüfung, gab Dötlingens Bürgermeisterin Antje Oltmanns ihre Vita während eines Pressegesprächs wieder. Seit einem Jahr ist die 30-Jährige nun als Sachgebietsleiterin der Bereiche Soziales und Standesamt im Neerstedter Rathaus tätig.

„Mit deinem Engagement für die unterschiedlichen Anliegen, deiner Offenheit, deiner Freundlichkeit und deiner Kompetenz bereicherst du die Gemeinde tagtäglich“, lobte Oltmanns.

Vom 14. bis 25. Februar nahm Geerken an einem zweiwöchigen Grundseminar „Personenstands- und Familienrecht“ im hessischen Bad Salzschlirf teil. Am Ende jeder Woche stand eine Prüfung an, „die du erfolgreich gemeistert hast“, so Oltmanns. „Aufgrund dessen darf ich dich heute zur Standesbeamtin ernennen“, beglückwünschte die Bürgermeisterin sie und überreichte ihr im Rathaus einen Strauß mit rosafarbenen Blumen sowie eine Bestellungsurkunde. Geerken bedankte sich und sagte: „Das ist genau meine Farbe.“

Sie erzählt, dass der Lehrgang ihr viel Spaß gemacht habe. Die ganze Klasse – die mehr als 20 Mitschüler kamen verteilt aus ganz Deutschland – hätte ihn bestanden. „Das war toll“, freut sich die 30-Jährige.

Haupttätigkeit eines Standesbeamten ist die Sachbearbeitung und Beurkundung von sogenannten Personenstandsfällen, also Geburten, Eheschließungen, Ehe für alle und Todesfälle sowie die damit verbundenen Anliegen der Namensführung, erklärte Oltmanns. Die 30-Jährige ist nun die Dritte im Bunde: Als Hauptstandesbeamtin ist Ute Vogt tätig. Gemeindemitarbeiter Simon Kosellek darf ebenfalls Paare trauen.

In ihrer Tätigkeit als Sachgebietsleiterin beschäftige sie sich aktuell viel mit der Unterbringung von Geflüchteten, berichtet Geerken, die in Delmenhorst geboren ist und in Brettorf wohnt.

Ein konkreter Trauungstermin stehe noch nicht fest, sagt sie. Sie werde bei den ersten Trauungen aber sicherlich nervös sein, verrät sie und lacht. Aber: „Es ist ein Privileg für mich, beim schönsten Tag dabei zu sein und die Trauung vollziehen zu dürfen und die strahlenden Gesichter zu sehen. Darauf freue ich mich“, sagt die Brettorferin. Ob sie selbst denn schon verheiratet ist? „Nein, erst mal eins nach dem anderen.“

An vier Orten in der Gemeinde Dötlingen können Paare sich trauen lassen: im Rathaus in Neerstedt, in der historischen Wassermühle in Ostrittrum, im Püttenhus sowie seit April 2021 auch in der Wassermühle in Altona. Wie berichtet, haben sich im vergangenen Jahr 58 Paare das Jawort gegeben. 2020 waren es 73.

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