Mit Geschicklichkeit und Balance

Aktionstag „Rund ums Rad“: Das große Zittern an Station zwölf

Sicherheitskontrolle: In der Turnhalle checkte die Polizei die Fahrradräder, aber auch die Helme der Kinder. War alles in Ordnung, gab es eine Plakette.

Dötlingen - Von Tanja Schneider. Was beim Turnen der Schwebebalken, ist beim Fahrradparcours das Schrägbrett. Dies zeigte sich am Dienstagvormittag beim Aktionstag „Rund ums Rad“ der Neerstedter Grund- sowie der Sprachheilschule. 15 Aufgaben mussten die Kinder auf zwei Rädern bewältigen. Das große Zittern gab es an Station zwölf.

„Wir haben zwar einen Smiley erhalten, aber es war wirklich richtig schwer“, berichteten Luisa und Fabian von ihrem Erlebnis mit dem Schrägbrett. Das Geheimnis liege darin, nicht zu langsam zu fahren, sonst lande man in der Hecke. Mit ihren Laufzetteln, auf denen schon sieben Aufgaben abgestempelt waren, machten sich die beiden auf den Weg zur kleinen Turnhalle, in der die Polizei mit Unterstützung der Hausmeister der Gemeinde, Heiner Ulrich und Uwe Peper, die Fahrradräder auf ihre Sicherheit kontrollierte. „Und auch die Helme checken wir“, erklärte Detlef Zerbst. Vorsichtig rüttelte er an Luisas Kopfbedeckung. „Sitzt gut“, meinte er.

Während Luisa zur nächsten Station schob, kam eine andere Schülerin angesichts ihres locker sitzenden Helmes in Erklärungsnot. „Trägst du ihn, weil er schick ist?“, fragte Zerbst. Kleinlaut schüttelte sie den Kopf, zurrte das Band fester und überzeugte dann mit einem hundertprozentig sicheren Fahrrad. „Die meisten Räder sind in Ordnung“, bestätigte Zerbst, der in diesen Fällen Sicherheitsplaketten verlieh. Wer am Dienstag keine erhielt, muss sein Fahrrad noch einmal vorzeigen. Bei den Mängeln stand die defekte Beleuchtung ganz oben auf der Liste. „Der Dynamo ist nicht als Gegengewicht am Rad dran“, scherzte Zerbst und erläuterte den Kindern dann, wie wichtig eine funktionierende Beleuchtung besonders in der dunklen Jahreszeit ist.

Dass der Herbst einige Tücken bereit hält, erfuhren die Mädchen und Jungen beim Bremstest auf matschigem und nassem Untergrund. Zudem gehörte das Bremsen mit und ohne Gepäck zu den Aufgaben. „Die Schüler merken dann, dass der Bremsweg mit Gepäck länger ist“, informierte Lehrerin Hildburg Kästner. An anderen Stationen, die von vielen helfenden Eltern betreut wurden, stand die Geschicklichkeit im Vordergrund. Und so schnappten die Kinder während der Fahrt Ringe, meisterten Kreisel sowie Slalom und ergatterten – zumindest manche – einen Smiley an Station zwölf.

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