Begründet, machbar und vermutlich sehr teuer

Ausschuss diskutiert über Schließung der überdachten Wegefläche bei der Schule

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Die Schulleiter Andrea Selke und Jürgen Möhle (v.l.) erläuterten den Mitgliedern des Schul- und Kulturausschusses sowie des Bau-, Straßen- und Verkehrsauschusses vor Ort die Gründe für ihren Antrag. 

Neerstedt - Von Tanja Schneider. Die Dötlinger Gemeindeverwaltung soll prüfen, mit welchen baulichen Maßnahmen die überdachte Wegefläche (Wandelgang) bei der Neerstedter Schule geschlossen werden kann. Das hat am Donnerstagabend der Schul- und Kulturausschuss während seiner Sitzung empfohlen. Hintergrund ist ein entsprechender Antrag der Grundschulleitung.

Um sich vor Ort ein Bild machen zu können, tagte das Gremium in der Schulaula und besichtigte gemeinsam mit den Mitgliedern des Bau-, Straßen- und Verkehrsausschusses den Wandelgang. Grundschulleiterin Andrea Selke erläuterte – mit Unterstützung von Sprachheilschulleiter Jürgen Möhle – die Gründe für den Antrag. Selke verwies zum einen auf den Sicherheitsaspekt. Durch eine Schließung würden die Sanitäranlagen und Eingänge nach innen verlegt, die Kinder müssten das Schulgebäude nicht verlassen, wenn sie die Toilette besuchen oder von ihrer Klasse in die Aula wollen. Zum anderen könnte im Zuge von Baumaßnahmen auch für einen barrierefreien Zugang gesorgt werden. Diesen benötige momentan zwar kein Schüler. Dies könne sich aber irgendwann ändern. Für Veranstaltungen in der Aula müsste derzeit immer die Rampe installiert werden.

Vandalismus vorbeugen

Möhle machte auf weitere Vorteile aufmerksam. So könne durch die Schließung Vandalismus vorgebeugt werden. Zudem entstünde ein Flur, der auf vielfältige Weise genutzt werden könnte, zum Beispiel als Infofläche, als Warteraum für die Buskinder oder Rückzugsort, wenn es in der Pause regnet. „Denn eine Pausenhalle haben wir ja nicht“, erinnerte Möhle. Ebenso wie Selke ist er sich sicher, dass eine solche Maßnahme das Schulgebäude aufwerten würde.

Dies hält auch Bauamtsleiter Uwe Kläner für möglich. Die Umsetzung sei durchaus machbar – höchstwahrscheinlich aber auch sehr teuer, dämpfte er die Erwartungen. Der Wandelgang zwischen den Eingängen ist 40 Meter lang. Zur Schließung wäre robustes Material nötig. Hinzu kämen neue Eingangstüren und der barrierefreie Zugang. Dieser werde übrigens auch von den Fachämtern angestrebt, wie eine Besichtigung vor Kurzem gezeigt habe. „Dann ist noch die Frage, ob der entstandene Bereich ein Kalt- oder Warmraum sein soll“, so Kläner. Bei Letzterem, den die Schulleitungen favorisieren, seien noch Kosten für Heizkörper, Belüftung und Fußboden zu berücksichtigen. „Unter 100 000 Euro wird nichts zu machen sein“, sagte der Bauamtsleiter.

„Wie wäre eine Teilschließung?“

Den Ausschussmitgliedern stellten sich viele Fragen – besonders nach Alternativen. „Wie wäre eine Teilschließung?“, regte Dirk Orth (Bündnis90/Die Grünen) an. Insa Huck (SPD) und Wieland Garms (FDP) wollten wissen, ob es räumliche Kapazitäten gibt, um die Toiletten ins Gebäude zu verlegen. Laut Kläner ist dies nicht in Betracht gezogen worden. Die Anlagen seien auch noch in gutem Zustand, betonte Selke. Anke Spille und Willi Niehoff (beide CDU) brachten angesichts der möglichen hohen Investition sinkende Schülerzahlen ins Spiel. Bürgermeister Ralf Spille versicherte aber, dass ausreichend Kinder da seien, um den Schulbetrieb aufrecht zu erhalten.

Da sämtliche Ausschussmitglieder die Gründe der Schulleiter sehr wohl nachvollziehen konnten, erteilten sie der Verwaltung den Prüfauftrag. Dieser beinhaltet auch die Ermittlung von baulichen Alternativen sowie der möglichen Kosten.

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