SPD beantragt Mittel für die Planung eines Um- und Anbaus in Neerstedt

Wird das Gemeindezentrum zum Mehrgenerationenhaus?

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Das Gemeindezentrum in Neerstedt eignet sich nach Ansicht der SPD als Standort für einen Treffpunkt aller Generationen.

Neerstedt - Gibt es bald ein Mehrgenerationenhaus in Neerstedt? Geht es nach dem Willen der SPD-Fraktion lautet die Antwort: „Ja“. Sie hat einen entsprechenden Antrag gestellt, der am Donnerstag, 11. Februar, während der öffentlichen Sitzung des Jugend-, Sport- und Sozialausschusses diskutiert werden soll. Wie der Fraktionsvorsitzende Rudi Zingler auf Nachfrage bestätigte, möchte die Partei, dass der Rat zur mittelfristigen Realisierung eines solchen Vorhabens Planungskosten im Haushalt 2016 bereitstellt.

Das Thema „Mehrgenerationenhaus“ ist nicht neu. Schon vor ein paar Jahren hatten die Sozialdemokraten einen Antrag gestellt. Hintergrund ist zum einen der Wunsch nach einem Treff für alle Generationen mit passenden Angeboten, zum anderen der derzeitige Standort des Jugendhauses in der alten Molkerei in Neerstedt. Die direkte Lage am Kreisverkehr und die fehlenden Außenflächen gelten allgemein hin als wenig ideal. Im Zuge der Diskussion um den Erhalt der Sprachheilschule war damals schon die Idee aufgekommen, das Jugendhaus in diese Räume zu verlagern, sollte die Schule auslaufen. Dies ist nun bekanntlich nicht der Fall.

Der erneute Antrag der Sozialdemokraten beinhaltet eine andere Lösung. Sie schlagen den Um- und Ausbau des evangelischen Gemeindezentrums vor, das direkt an die Schule grenzt. Nicht nur deshalb sei es ein guter Standort für Kinder und Jugendliche. „Auch ein Spiel- sowie ein Sportplatz sind in unmittelbarer Nähe, ebenso die Sporthallen“, sagte Zingler. Die bestehenden Räume dienen ohnehin schon als Treffpunkt – hauptsächlich für kirchliche Gruppen. Sie werden von den Konfirmanden, dem Posaunenchor, der Krabbel- sowie auch der Kreativgruppe und vom Arbeitskreis „Gemeinsame Sache“ für Seniorenveranstaltungen genutzt. Daneben gingen dort schon Begegnungstreffen für Einwohner und Flüchtlinge über die Bühne. Das Gemeindezentrum zu einem Anlaufpunkt für alle auszubauen, sei deshalb naheliegend.

Von heute auf morgen funktioniere dies natürlich nicht. „Es werden noch Gespräche zu führen sein“, sagte Zingler. Auch die Kosten müssten ermittelt werden. Um die Planungen aber zumindest anzuschieben, wünscht sich die SPD die Bereitstellung entsprechender Gelder. Darüber wird der Ausschuss am Donnerstag ab 19 Uhr im Neerstedter Rathaus diskutieren.

Ebenfalls auf der Tagesordnung stehen die Förderung des Baus von Sozialwohnungen, die die Grünen beantragt hatte, die weiteren Haushaltsberatungen sowie Berichte des Präventionsrates und des Jugenddiakons.

ts

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