Einwendungen nun erörtert

Baustart bei Rastanlagen erst Ende 2018

Die Anzahl der Lkw-Stellplätze soll sich durch den Umbau der Tank- und Rastanlagen an der Autobahn 1 verdoppeln.

Dötlingen - Von Tanja Schneider. Für den geplanten Umbau und die Erweiterung der A 1-Tank- und Rastanlagen Wildeshausen auf dem Gebiet der Gemeinde Dötlingen ist der nächste Schritt getan. Nach der öffentlichen Auslegung vor einem knappen Jahr stand nun am Dienstag der Erörterungstermin an. Nicht öffentlich wurden die eingegangenen Stellungnahmen durchgegangen.

„Von Privatpersonen lagen vier Einwendungen vor, die aus unserer Sicht regelbar sind“, informierte Frank Zielesny von der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Oldenburg auf Nachfrage. Dort wird für Anfang 2017 der Feststellungsbeschluss erwartet. Der Baubeginn ist dennoch erst für Ende 2018 vorgesehen.

„Dieser lange Zeitraum mag verwundern, hat aber ganz praktische Gründe“, sagte Zielesny. Ziel des gesamten Vorhabens sei schließlich die Schaffung von zusätzlichen Lkw-Stellplätzen. Bekanntlich weist der Autobahn-Abschnitt zwischen dem Kreuz Bremen und dem Dreieck Ahlhorner Heide ein erhebliches Defizit auf. Momentan gibt es 370 Lkw-Plätze (158 auf Rastanlagen und 212 auf privaten Autohöfen). Laut Prognose wird im Jahr 2025 fast das Doppelte benötigt. Deshalb soll nicht nur die Rastanlage Wildeshausen auf beiden Seiten erweitert werden. Geplant ist zudem der Ausbau der unbewirtschafteten Anlagen in Höhe Großenkneten sowie der ehemaligen militärischen Notlandeplätze zwischen den Anschlussstellen Wildeshausen-Nord und Groß Ippener. Jeweils 100 Plätze für Lastwagen sollen dort entstehen – und dies, bevor die Arbeiten bei den Tank- und Rastanlagen beginnen. So möchte die Straßenbaubehörde eine Parkplatz-Not während der Bauphase vermeiden.

Laut der bisherigen Pläne sind der Abriss der bestehenden Gebäude und die Neuerrichtung als Kompaktanlage im laufenden Betrieb angedacht. Von rund anderthalb Jahren Bauzeit war einmal die Rede. „In die Ausführungsplanung werden wir aber erst nach der Genehmigung einsteigen. Die Details werden vermutlich erst ab Anfang 2018 geklärt“, teilte Zielesny mit.

Zunächst einmal müssten nun noch Gespräche mit den privaten Einwendern geführt werden. „Ich bin aber zuversichtlich, dass wir im Rahmen der Grunderwerbsverhandlungen Lösungen finden werden“, so Zielesny. Verhandeln muss die Behörde zudem noch mit der Firma „Tank & Rast“, der die Raststätten gehören und die nach dem Abriss gemäß der Planungen die Errichtung der neuen Gebäude übernimmt. Dafür soll eine Entschädigungszahlung fließen.

Die Kosten für das Vorhaben werden bislang auf 4,5 bis fünf Millionen Euro pro Seite geschätzt. Die Anzahl der Stellplätze für Sattelzüge soll sich von derzeit 50 auf insgesamt 100 erhöhen. Hinzu kommen rund 150 Pkw-Parkstände sowie Parkstreifen für Großraum- und Schwertransporte.

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