Einstimmiges Votum für Errichtung eines Schutzdaches in Neerstedt

Bauausschuss gibt Mittel für Mehrgenerationenplatz frei

Unmittelbar vor der Sitzung machten sich die Bauausschussmitglieder noch gemeinsam mit Bürgermeister Ralf Spille und Bauamtsleiter Uwe Kläner vor Ort ein Bild von der Lage. - Foto: Schneider

Neerstedt - Der Mehrgenerationenplatz in Neerstedt erhält ein Schutzdach. Dafür hat sich der Bau-, Straßen- und Verkehrsausschuss während seiner Sitzung in Brettorf ausgesprochen. Ende Februar war das Gremium noch skeptisch gewesen und hatte für die eingestellten Haushaltsmittel einen Sperrvermerk beantragt. Da das Vorhaben aber nicht nur sinnvoll sei, sondern nun auch auf das Wohlwollen der Anlieger stößt, könne der Rat die Gelder freigeben.

Die Gemeinde wird die Materialkosten in Höhe von gut 4 000 Euro übernehmen. Die Fundamente kann laut Bauamtsleiter Uwe Kläner der Bauhof herstellen. Die Montage soll in Eigenleistung erfolgen. Mitglieder von „Wi helpt di“ sowie Anlieger hätten Bereitschaft signalisiert.

Ausschuss und Verwaltung hatten unmittelbar vor der Sitzung den Mehrgenerationenplatz besichtigt. Er war vor gut einem Jahr im Rahmen der 72-Stunden-Aktion der Landjugend entstanden. Diese hatte auf Anregung des Vereins „Wi helpt di“ den Kinderspielplatz am Steinweg umgestaltet. Damals war bereits der Wunsch nach einer Überdachung geäußert worden. Da die Aufgabe aber ohnehin so umfangreich war, konnte die Landjugend diesem nicht mehr nachkommen. Beide Vereine hatten daraufhin einen Antrag bei der Gemeinde gestellt.

Der Ausschuss hatte im Februar gezögert, weil unklar war, ob dieses Vorhaben auch von der Nachbarschaft begrüßt wird. Die Patin des Platzes hat mittlerweile mit allen 15 Anliegern gesprochen. Laut Kläner seien drei zunächst dagegen gewesen, weil sie befürchteten, dass sich dort dann abends Jugendliche sammeln und die Nachbarschaft stören könnten. „Aber auch diese drei haben jetzt ihr Okay gegeben“, sagte der Bauamtsleiter.

Dass eine Überdachung sinnvoll ist, darin waren sich die Ausschussmitglieder einig. Sie könnte nicht nur vor Regenschauern schützen, sondern auch vor Sonnenstrahlen. Denn weit und breit steht kein Baum, der Schatten spendet. „Wir hoffen, dass der Platz dann besser angenommen wird“, lautete der Tenor.

Das Schutzdach in offener Bauweise soll rund viermal vier Meter groß sein. Den genauen Standort gilt es noch zu ermitteln. „Anbieten würde sich die Sitzgruppe“, hieß es vor Ort, wo kurz auch über eine andere Art der Finanzierung diskutiert wurde. Schließlich hatte „Wi helpt di“ beim Bundeswettbewerb „Gesund älter werden in der Kommune – bewegt und mobil“ ein Preisgeld in Höhe von 10 000 Euro gewonnen. Von diesem Vorschlag nahmen die Ausschussmitglieder aber schnell wieder Abstand. - ts

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