Bauamt zieht ein positives Zwischenfazit und plant Fortsetzung des Projektes/Aussaat aber nicht überall erfolgreich

Gemeinde blüht auf fast 7,5 Hektar

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Da der zweite Ausweichparkplatz in Dötlingen in diesem Jahr noch nicht hergerichtet wurde, bildet er nun zusammen mit dem Dorfgarten eine blühende Fläche von 9100 Quadratmetern.

Dötlingen - Von Tanja Schneider. Ob im Dötlinger Dorfgarten, im Gewerbegebiet „Neerstedt-Süd“ oder beim Hasen-Ahlers-Denkmal in Klattenhof – überall in der Gemeinde Dötlingen sorgen derzeit blühende Flächen für optisch ansprechende Farbtupfer sowie Nahrungsquellen für Hautflügler und Wild. Nach dem öffentlichen Aufruf der Verwaltung konnten nicht nur kommunale Areale mit Blühmischungen angesät werden, auch Einwohner stellten eine ganze Reihe von Flächen zur Verfügung. „Insgesamt kommen wir auf rund 7,5 Hektar“, sagt Marion Einemann vom Bauamt, die nun ein positives Zwischenfazit zieht.

„Für den Anfang sind wir sehr zufrieden – vor allem mit der Resonanz der Bürger auf den Aufruf“, meint sie. Einige haben bei der Aussaat auch tatkräftig angepackt. Während ein Lohnunternehmen die großen Areale herrichtete, kümmerten sich die Eigentümer kleiner Flächen, wo kein Maschineneinsatz möglich war, selbst um das Einsäen der unterschiedlichen Blühmischungen.

Das Wetter spielte dem Projekt allerdings nicht in die Hände. „Erst war es kühl und nass, sodass die Aussaat erst Ende Mai/Anfang Juni erfolgen konnte, und anschließend hatten wir zwei bis drei Wochen mit Trockenheit zu kämpfen“, berichtet Einemann. Darunter hätten einige Flächen durchaus gelitten. Statt der Blumen und Kräuter hätte sich in manchen Bereichen die Melde durchgesetzt. „Ihr Vorkommen ist an sich nicht schlimm, aber sie ist schon sehr dominant“, erläutert Einemann. Ein paar der privaten Flächeneigentümer hätten sich da schon Gedanken gemacht, was bei ihren Beeten falsch gelaufen ist. „Zudem gab es auch Streifen, auf denen das Ausgesäte gar nicht durchgekommen ist“, weiß Einemann. Positive Rückmeldungen habe es hauptsächlich von Auswärtigen gegeben. „So mancher wollte wissen, wo er die Blühmischungen bekommen kann“, erzählt Einemann.

Um die Ergebnisse in Augenschein zu nehmen und zu beraten, was bei einer Fortsetzung besser laufen könnte, planen die Mitglieder des Arbeitskreises „Blühstreifen“ eine Tour durch die Gemeinde. „Das Projekt steckt ja noch in den Kinderschuhen, wir lernen dazu“, so Einemann. Eine Neuauflage sei auf jeden Fall geplant. „Auf manchen Flächen hoffentlich automatisch.“ Denn neben einem einjährigen Blumenmix, der unter anderem im Dorfgarten zu finden ist, ansprechend für das Augen sein und Hautflügler anziehen soll, wurden auch mehrjährige Saaten verwendet. Auf 2,7 Hektar kam die Mischung aus dem Biotopfonds der Jägerschaft Oldenburg/Delmenhorst zum Tragen, der überwiegend aus Kräutern besteht und dem Wild Nahrung bieten soll. Weitere 2,25 Hektar wurden mit der Mischung der Biolandgärtnerei „herb‘s“ in Nuttel versehen.

„Die Flächen mit der einjährigen Mischung müssen wir natürlich 2016 wieder anfassen“, berichtet Einemann. „Zudem wollen wir nach weiteren Arealen Ausschau halten und dafür auch wieder die Einwohner fragen.“

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