Bau- und Straßenausschuss des Landkreises für kurzfristige Maßnahmen

Versuchsprojekt an der Aschenstedter Kreuzung

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Die Aschenstedter Kreuzung soll durch zusätzliche Schilder und Linien entschärft werden.

Aschenstedt - Von Tanja Schneider. Zur besseren Sicherung der Aschenstedter Kreuzung (L872/K237) könnten die Einmündungen der Iserloyer sowie Aschenstedter Straße schon bald mit zusätzlichen Stopp-Schildern und mehreren Markierungen auf der Fahrbahn ausgestattet werden. Der Bau-, Straßen- und Brandschutzausschuss des Landkreises Oldenburg sprach sich während seiner gestrigen Sitzung dafür aus, dass die Kreisverwaltung ein solches Versuchsprojekt in Angriff nehmen und entsprechende Gespräche führen soll, unter anderem mit der Gemeinde Dötlingen. Denn bei Realisierung des Vorhabens ist eine Kostenteilung angedacht.

Landrat Carsten Harings betonte, dass es um eine schnelle Lösung gehe. Denn die Einrichtung einer geschlossenen Ortschaft ist aus straßenverkehrsrechtlicher Sicht nicht möglich, und der Bau eines Kreisverkehres sei – zum einen wegen des Platzmangels, zum anderen aus finanziellen Gründen – kurzfristig nicht realisierbar.

Wie berichtet, hatte sich Harings mit Dötlingens Bürgermeister Ralf Spille sowie Hudes Verwaltungschef Holger Lebedinzew Beispiele in der Wesermarsch angeschaut. „Durch zusätzliche Stopp-Schilder – auch über der Fahrbahn – entsteht der Eindruck, dass man auf eine rote Wand zufährt“, berichtete er. Neben Aschenstedt könnten auch die K222/K348 in Wüsting sowie die Klattenhofer Kreuzung (Stedinger Weg/Im Dorfe/Klattenhofer Kirchweg) in das Pilotprojekt aufgenommen werden. Für letzteren Bereich seien wegen der ausreichenden Entfernung zu Wohnhäusern auch Markierungen mit Vibration denkbar.

Die Ausschussmitglieder begrüßten zwar den Vorschlag. Im Falle Aschenstedts waren einige aber der Ansicht, dass nur ein Kreisverkehr die langfristige Lösung sein könne. „Und ich wünsche mir, dass wir dies tatsächlich durchziehen“, sagte Gerrit Meyer (SPD). Auch Hilko Finke (Grüne) mahnte, „den Kreisel nicht aus den Augen zu verlieren“. Harings sagte, dass dies auch nicht im Sinne der Gemeinde sei. Während Meyer bemängelte, dass das Anliegen der Aschenstedter – nämlich eine Entschleunigung des Verkehrs – mit der „schnellen Lösung“ keine Berücksichtigung fände, hatte Christel Zießler (SPD) Zweifel an der Wirkung der Stopp-Schilder. „Sie werden in vielen Fällen überfahren – egal, ob dort nun zwei, drei oder vier stehen“, meinte sie. Niels-Christian Heins (FDP) bezeichnete die Maßnahmen als „nicht richtig überzeugend“. Da ein Kreisel aber ohnehin nicht kurzfristig umgesetzt werden könne, käme es auf einen Versuch an.

Das Pilotprojekt, für das noch eine Rücksprache mit der Verkehrssicherungskommission erfolgen muss, könnte zwei Jahre laufen.

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