Hansefisch hält an Expansion fest und möchte am liebsten in der Gemeinde bauen

Barsch-Zucht soll wachsen

Jan Aschenbeck (l.) von der Hansefisch-Anlagebau GmbH informierte am Mittwoch die Mitglieder der Neerstedter Fitnessgruppe 50plus über die Ostrittrumer Fischzucht. - Foto: Schneider

Ostrittrum - Von Tanja Schneider. Bei diesem Anblick läuft Fischfans das Wasser im Munde zusammen: Umgeben von Kräutern liegt der in Ostrittrum gezüchtete Oldenburger Buntbarsch in einer Aluschale, fertig, um auf den Grill zu kommen. Leider handelt es sich nur um ein Bild, das für Vermarktungsgespräche erstellt wurde. Denn bis der Fisch den Weg in den Handel findet, wird es noch eine Weile dauern. „Der Betrieb der Pilotanlage war zwar erfolgreich und wir wollen nach wie vor expandieren, allerdings stehen noch Gespräche aus“, verrät Jan Aschenbeck vom Unternehmen Hansefisch-Anlagenbau.

Mit der Entwicklung des Pilotprojektes auf dem Hof Coorßen ist der Ostrittrumer sehr zufrieden. „Das Vorhaben ist inzwischen technisch ausgereift, sodass wir regionalen Fisch zu wettbewerbsfähigen Preisen produzieren können“, berichtet er. Zu den Besonderheiten der Anlage gehören ein spezieller Sortiermechanismus, der den Fischen keinen Stress bereitet, sowie ein geschlossener Kreislauf, der dafür sorgt, dass so gut wie kein Abwasser anfällt. „Beides haben wir zum Patent angemeldet. Das Verfahren läuft noch“, informiert Aschenbeck. Auch weitere technische Versuche seien erfolgreich gewesen. „Wir sind also baureif.“

Errichten möchten er und seine Mitstreiter eine weitaus größere Anlage, in der dann 200 bis 300 Tonnen pro Jahr produziert werden könnten. Ein Millionenprojekt – für das die Hansefisch-Anlagenbau GmbH auf Fördergelder hofft. Die könnten aus dem Europäischen Meeres- und Fischereifonds (EMFF) fließen. Während einige Bundesländer wie Schleswig-Holstein schon vor längerem mit der Bezuschussung solcher Aquakultur-Anlagen begannen, befand sich das Land Niedersachsen noch in der Umsetzungsphase und arbeitete an einer entsprechenden Förderrichtlinie.

Da das Unternehmen am liebsten in der Gemeinde Dötlingen bauen möchte, wo es laut Aschenbeck schon ein Grundstück in Aussicht hat, heißt es nun, abwarten. „Die Zeit nutzen wir, um uns mit dem Vertrieb zu beschäftigen“, so der Ostrittrumer. Mit Vertretern aus dem Einzelhandel seien bereits Gespäche geführt worden. Zudem machen sich die Verantwortlichen Gedanken um die Verpackung und die Form des Fisches. „Quadratisch ist ja leider beliebt“, meint Aschenbeck, der selbst den Buntbarsch im Ganzen und vor allem frisch bevorzugt. Die entscheidende Frage sei, ob es hierfür einen Markt gibt.

Interesse an der Zucht besteht jedenfalls. Und so hat Aschenbeck schon eine Reihe an Gruppen über das Projekt informiert: „Von Schülern über Landvolkverbände bis hin zu Politikern“, sagt er. Gestern hielt er eine weitere Präsentation. Die Fitnessgruppe 50plus im TV Neerstedt war mit 16 Mitgliedern nach Ostrittrum geradelt.

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