Bald soll es mächtig summen

Honighof in Dötlingen: FDP diskutiert mit Betreibern

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Fred und Liudmila Klockgether (v.l.) zeigten den Liberalen den Dötlinger Honighof.

Dötlingen - Von Tanja Schneider. Was für Fortschritte gibt es beim Projekt Honighof am Rande Dötlingens? Was genau soll neben dem Honigverkauf und der Schulung von Imkern auf dem 5500 Quadratmeter großen Areal passieren? Und lässt sich dies mit den Vorgaben des Landschaftsschutzgebietes vereinbaren?

Fragen, die den Liberalen am späten Mittwochnachmittag während eines Ortstermines unter den Nägeln brannten. Nicht für alle konnten durchweg zufriedenstellende Antworten gefunden werden.

Imkerkurs geplant

Bekanntlich möchten Fred Klockgether und seine Frau Liudmila, die die Gesellschaft zur Förderung der Biodiversität und Bestäuberinsekten gegründet haben, bei der alten Forellenzucht zwischen Hunte und Heideweg eine Vollerwerbsimkerei mit Verkauf betreiben.

Langfristiges Ziel ist eine Art Informationspark rund um die Biene und die Biodiversität. Bereits im Sommer 2015 war mit der Errichtung eines 100 Quadratmeter großen Neubaus begonnen worden. Dieser steht mittlerweile. „Für Mai peilen wir die Eröffnung an“, sagte Klockgether. Neben öffentlichen Toiletten, einem Lager- sowie einem Verarbeitungsraum gibt es „De Hexenstuuv“, in der dann Imkerei- und Kräuterprodukte erhältlich sein sollen. Im Obergeschoss ist Platz für Gruppen. Demnächst soll laut Klockgether ein Imkerkursus starten.

Politik gegen Präsentation von Pflanzenschutzmitteln im Schutzgebiet

Fragen warf der Außenbereich auf, wo sich derzeit allerlei Tiere in und um einen Teich tummeln sowie 30 Bienenvölker beheimatet sind. Nach Klockgethers Vorstellungen soll es neben einem Picknick-Hügel und einem Spielplatz viele Stationen geben, an denen Interessierte aufgeklärt und informiert werden – über die Imkerei, die Jagd, die Landwirtschaft, den Naturschutz und vieles mehr. Dafür habe er schon einige Gruppen gewinnen können, sodass die ersten Stände im Laufe des Jahres realisiert werden könnten – wenn die untere Naturschutzbehörde mitspielt. Denn noch steht nicht fest, wie die Stationen überhaupt aussehen sollen. Feste Installationen seien problematisch, wenn die Hunte über die Ufer tritt.

Für Diskussionen sorgten Klockgethers Pläne auf einer 14.000 Quadratmeter großen Fläche, die er dazu gepachtet hat. Sie grenzt an den Heideweg. Dabei störten sich die Liberalen weder am Anbau von Zwischenfrüchten zur Gründüngung noch an den blühenden Ackerrandstreifen und Stellflächen für Autos, die der Landkreis gefordert hat. Das Problem war eine Demonstrationsfläche unter dem Stichwort „Moderne Landwirtschaft“. Unter anderem am Beispiel Mais möchte Klockgether zeigen, wie die Pflanze mit und ohne Pflanzenschutzmittel wächst und für Letztere eine Lanze brechen, wie er sagte. Das stieß nicht auf Wohlwollen. „Für mich passt das nicht zusammen. Da stelle ich eher eine Negativverbindung zur Biene her“, erklärte die Kreisfraktionsvorsitzende Marion Daniel. Dötlingens Ratsfrau Constanze Wegjahn fand diese Idee „in einem Landschaftsschutzgebiet voll daneben“. Und der Kreistagsabgeordnete Nils-Christian Heins riet, lieber auf eine andere Pflanze umzuschwenken. So könnte das Verhältnis Landwirtschaft und Naturschutz besser dargestellt werden. Die Kritik kam an: „Dann wird es vielleicht Sommerraps“, so Klockgether.

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