Bagger rollen trotz Corona

Umleitung eingerichtet: Wegen des Ausbaus des Kirchweges ist die Straße zwischen der L 872 und der Einmündung zum Eichenweg derzeit gesperrt. Fotos: Schneider

Grundstücksverkäufe in Brettorf, die ersten Häuslebauer auf dem Prechtareal in Dötlingen und der Endausbau von „Ramshorn I“ in Neerstedt – in den jüngsten Wohngebieten der Gemeinde geht es voran.

VON TANJA SCHNEIDER

Neerstedt – Meter für Meter gräbt sich die Baggerschaufel durch den Seitenraum des Kirchweges in Neerstedt. Die Verlegung des Regenwasserkanals sowie die Kontrolle der Schmutzwasserleitung gehören zu den ersten Schritten im Zuge des geplanten Ausbaus zwischen den Einmündungen zur L 872 und dem Eichenweg. Eigentlich hatten die Arbeiten schon im März beginnen sollen. „Doch es kam zu Verzögerungen“, berichtet Dötlingens Bauamtsleiter Uwe Kläner. Die beauftragte Firma konnte erst in dieser Woche starten.

Die Maßnahme hängt mit der endgültigen Erschließung des Gebiets „Ramshorn I“ zusammen. Da dort annähernd alle Grundstücke bebaut sind, hatte die Politik Ende vergangenen Jahres die Pläne für den Endausbau beschlossen. Die Arbeiten in dem Gebiet haben nach Auskunft von Kläner schon vor etwa zwei Wochen begonnen. „Und mittlerweile kann man gut was sehen“, meint er.

Der Weg „Am Südesch“ soll sich von einer Schotterpiste mit zuletzt immensen Schlaglöchern in eine schmucke Wohngebietsstraße verwandeln. Vorgesehen ist ein Betonrechteckpflaster in Grau, die Einmündungen und Kurven sollen in Rot gehalten werden. Zudem entstehen eine Stichstraße zum Regenrückhaltebecken, eine Wendeanlage, eine fußläufige Verbindung zum Kirchweg sowie insgesamt 25 Parkplätze. Zum Schluss folgen noch die Beleuchtung sowie die Bepflanzung. Das Wohngebiet, das als verkehrsberuhigter Bereich ausgewiesen werden soll, ist momentan noch über den Braaklander Weg und die Erschließungsstraße erreichbar. Letztere soll nach Abschluss der Arbeiten zurückgebaut werden. Die Bewohner steuern ihre Häuser künftig über den Kirchweg und die Straße „Ramshorn“ an.

Auf dem Kirchweg ist dann mit etwas mehr Verkehr zu rechnen. Dort hält die Gemeinde an der Asphaltbauweise fest. Neben einem neuen Fahrbahnbelag gibt es eine Entwässerungsrinne und Pflasterstreifen. Die Einmündung an die Landesstraße muss über eine Länge von etwa 20 Metern auf 5,50 Meter aufgeweitet werden. Da für den Kreuzungsbereich in der Vergangenheit immer wieder Rufe nach Lösungen, die mehr Verkehrssicherheit bieten (zum Beispiel ein Kreisverkehr), laut wurden, ist noch ein offizieller Termin mit den Fachbehörden geplant. „Möglichst noch im Mai“, wünscht sich Bauamtsleiter Kläner.

Durch die Aufweitung der Straße befürchten die Anlieger höhere Geschwindigkeiten auf dem Kirchweg, auf dem Tempo 30 gilt. Sie haben eine Aufpflasterung gewünscht, die den Verkehr bremst. Zudem sind im weiteren Verlauf Verengungen der Fahrbahn angedacht. Dieselbe Baufirma, die momentan am Kirchweg aktiv ist, soll nach Abschluss ihrer dortigen Arbeiten – vermutlich im Juni – nach Brettorf wechseln, wo die Erschließung des künftigen Baugebietes „Brettorf-Süd I“ ansteht. Auf einer knapp 1,7 Hektar großen Fläche soll das Gebiet „An der alten Post“ im Brettorfer Südwesten erweitert werden.

Mit der Bewerbung der Grundstücke hatte die Gemeinde noch vor der Coronakrise begonnen. Wie Bürgermeister Ralf Spille kürzlich mitteilte, gab es auf die 13 Areale für Einfamilienhäuser 33 Bewerbungen. Ob es dabei bleibt oder es wegen der abzusehenden wirtschaftlichen und finanziellen Folgen Rückzieher gebe, werde sich zeigen, so der Verwaltungschef. Er hofft, dass die ersten Häuslebauer nach dem Sommer starten können.

Im kleinen Wohngebiet am Goldbergsweg in Dötlingen ist man schon weiter. „Dort fangen jetzt die ersten Grundstückskäufer an zu bauen“, berichtet Kläner. Bekanntlich hatte die Gemeinde vor einem Jahr mit der Vermarktung der Areale begonnen. Die Straße ins Gebiet samt Wendehammer ist längst fertiggestellt.

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