Ausstellung der Dötlingen-Stiftung mit Werken von Otto Pankok öffnet am Sonntag

Große Vorfreude und etwas Wehmut

Gerti Essing (rechts) und Thea Freiberg bereiten die Ausstellung vor.
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Gerti Essing (rechts) und Thea Freiberg bereiten die Ausstellung vor.

Dötlingen – Mit einer Mischung aus Wehmut und Vorfreude bereiten Gerti Essing und Thea Freiberg die aktuelle Ausstellung der Dötlingen-Stiftung vor. 26 Werke von Otto Pankok präsentiert das Vorstandsduo ab Sonntag in der „Galerie.4“ sowie in der Müller-vom-Siel-Kate am Rittrumer Kirchweg in Dötlingen.

Gezeichnet hat sie der berühmte Künstler ausnahmslos in den Jahren 1912 bis 1914 in Dötlingen. Pankok hat in diesen Jahren in der Gemeinde gelebt, bevor er im Ersten Weltkrieg zum Militärdienst einberufen wurde.

Die Vorfreude von Essing und Freiberg ist groß, weil die Stiftung die Bilder erstmals komplett in der Öffentlichkeit zeigt. Etwas Wehmut schwingt bei den Vorstandsfrauen mit, weil sich die Dötlingen-Stiftung danach von den Kunstobjekten des großen Künstlers verabschieden muss. 22 Jahre waren die Bilder von Pankok als Dauerleihgabe in ihrem Besitz.

Nach dem Ende der Ausstellung wird sie die Otto-Pankok-Stiftung in Hünxe-Drevenack wieder zurücknehmen. „Wir hatten zu selten Gelegenheit, die Bilder zu zeigen“, begründet Essing die Entscheidung, die Kunstwerke wieder zurückzugeben. Außerdem könne die Dötlingen-Stiftung sie jederzeit wieder ausleihen.

In der Dötlinger „Galerie.4“ hängen die großformatigen Porträts.

Eröffnet wird die Ausstellung am morgigen Sonntag mit einer Vernissage, zu der die Vorsitzende der Otto-Pankok-Stiftung, Annette Dohrmann-Burger, kommen wird. Mit dabei hat sie unter anderem einige Druckgrafiken des Künstlers. Aufgrund des Infektionsgeschehens sind zu dieser Veranstaltung keine Gäste zugelassen.

Kunstinteressierte kommen ab 14 Uhr auf ihre Kosten. Dann öffnet die Ausstellung erstmals für die Öffentlichkeit ihre Türen. „Es ist eine einzigartige Gelegenheit, die Bilder dieses großartigen und damals noch jungen Künstlers anzusehen“, macht Essing auf die Ausstellung neugierig. An den folgenden Wochenenden sind die Kunstwerke jeweils samstags und sonntags in der Zeit von 14 bis 17 Uhr bis einschließlich zum 6. Februar zu sehen. Für den Besuch gelten die jeweils aktuellen Corona-Regeln.

In der Galerie sind vor allem großformatige Porträts zu sehen, in der Kate die kleineren Zeichnungen. „Beeindruckend ist, wie viel Leben Pankok seinen Werken nur mit einem Kohlestift gegeben hat“, erklärt Essing. Zeitlebens habe er ausschließlich mit Kohle und Holzschnitten gearbeitet. Dabei habe der Künstler nichts idealisiert. „Er hat die Menschen so gezeigt, wie sie wirklich waren – vom Leben gezeichnet“, berichtet sie. Das sei vor gut 100 Jahren auf dem Land entbehrungsreich und hart gewesen. Pankoks Modelle waren Kleinbauern und Mägde, von Schicksal und Arbeit gezeichnete Gestalten, denen er sich in emotionaler Anteilnahme genähert habe.    

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