Ausstellung „Architektur und Landschaft“ mit Werken von Wolfgang Bittner und Helmut Feldmann öffnet am Freitag

Objekte aus Beton treffen auf Bilder in Kupferdruckfarbe

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Gemeinsam mit den beiden Galeristinnen Gertje Kollmann und Anne Hollmann hängte der Oldenburger Künstler Helmut Feldmann (v.l.) gestern seine Werke auf.

Dötlingen - In der Dötlinger Galerie im Heuerhaus trifft ab Freitag, 16. Mai, Architektur auf Landschaft. Für die neue Ausstellung konnten die Galeristinnen Anne Hollmann und Gertje Kollmann den Leipziger Wolfgang Bittner, der plastische Betonobjekte zeigt, sowie den Oldenburger Maler und Grafiker Helmut Feldmann gewinnen. Letzterer hängte seine Werke gestern an die Galerie-Wände und sprach über seine Intentionen.

„Zur Malerei bin ich erst vor ein paar Jahren gekommen“, verriet der in Ostfriesland aufgewachsene Künstler, der in Groningen mit dem Schwerpunkt Druckgrafik studiert hat. Eine Zeit lang habe er viel mit unterschiedlichen Druckträgern experimentiert und unter anderem Alufolie als Plattenersatz verwendet. „An der Radierpresse sammelte sich dann immer viel überschüssige Kupferdruckfarbe“, erinnerte er sich. Entsorgen wollte er sie nicht, also begann er mit der Malerei. Anfangs nur mit schwarzer Farbe, später kamen weitere hinzu.

„Kupferdruckfarbe ist wesentlich fettiger als Ölfarbe, weshalb sie beim Auftragen schmatzt“, erzählte er. Feldmann arbeitet mit Spachtel, Rolle und partiell auch mit Pinseln. Im Laufe des Prozesses nimmt er immer wieder Farbe ab, trägt neue auf, wodurch weitere Töne und ein stimmiger Farbverlauf entstehen. „Anschließend poliere ich die Platten.“ Seine Bilder verfügen deshalb über eine glatte, glänzende Oberfläche. Kollmann und Hollmann zeigten sich begeistert. „Es ist immer wieder spannend zu hören, wie andere arbeiten“, sagten die beiden Galeristinnen, die bekanntlich selbst künstlerisch tätig sind.

Als Inspirationsquelle dient Feldmann die norddeutsche Landschaft – „ganz klassisch“, meinte er. Seine Radierungen zeigen hingegen Figürliches wie einen liegenden Akt.

Und Bittner? Er bringt acht Betonobjekte mit. Welche genau, bleibt allerdings auch für die Galeristinnen eine Überraschung. Denn Bittner wird erst am Freitag anreisen und aufbauen. Dass der Leipziger, der seit 1998 als freischaffender Künstler tätig ist, Architektur studiert hat, ist seinen Werken aber zweifelsohne anzusehen. „Dachterrasse“, „Eckhaus“ oder „Himmelstreppe“ heißen seine Arbeiten, die er bereits in zahlreichen Galerien Deutschlands sowie auch in Italien und Frankreich präsentiert hat.

Zur Vernissage am Freitag ab 19 Uhr sind alle Kunstinteressierten an den Rittrumer Kirchweg 4 eingeladen. Die Oldenburgerin Beate Lama, Künstlerin und Mitglied im BBK, wird in die Ausstellung „Architektur und Landschaft“ einführen, die dann bis zum 5. Juli zu sehen ist. Geöffnet ist die Galerie donnerstags bis sonnabends von 15 bis 17.30 Uhr sowie von 14 bis 17.30 Uhr und nach Vereinbarung. Weitere Informationen gibt es im Internet.

ts

www.galerie-doetlingen.de

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