Ausschuss segnet Workshop-Ergebnisse ab

Heidewegausbau: Schnelle Einigkeit

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Die alte Dorfeiche soll durch den Ausbau nicht beeinträchtigt werden.

Dötlingen - In der Diskussion über den Ausbau des Heideweges sowie Teile des Dorfringes in Dötlingen konnte nun erstaunlich schnell ein Konsens erzielt werden. Nachdem das Vorhaben aufgrund der Anliegerproteste noch im Herbst von der Tagesordnung des Rates genommen und die Gründung eines Arbeitskreises mit Anwohnerbeteiligung empfohlen worden war, hat eben jener nun innerhalb von zwei Workshoptagen Ende März und Anfang Mai ein Konzept auf die Beine gestellt, das anscheinend alle Beteiligten gütlich stimmt. Die Anforderungen, um Fördermittel zu erhalten, sind zum großen Teil erfüllt, die Eingriffe in die Natur – besonders im Bereich der alten Dorfeiche – wurden auf ein Minimum beschränkt. Und falls eine Förderung nach dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG) erfolgt, wird zudem die Anwendung der Beitragssatzungen außer Kraft gesetzt. Die Anlieger müssten demnach nicht für den Straßenausbau zahlen.

Gemeindeanteil

erhöht sich

Dies empfahlen die Mitglieder des Bau-, Straßen- und Verkehrsausschusses während ihrer Sitzung am Donnerstag ebenso einstimmig wie den Ausbau unter Berücksichtigung der Workshop-Ergebnisse. Die Verwaltung soll – stimmt auch noch der Rat zu – bei der Landesstraßenbaubehörde den Antrag auf Förderung stellen. „Am besten bis Ende Oktober“, sagte Bauamtsleiter Uwe Kläner. Er verwies auch darauf, dass der Gemeindeanteil nach den neuen Planungen steigt – um gut 80000 auf nunmehr rund 466000 Euro. Die höheren Kosten seien aber vor allem auf eine Verlängerung der Ausbaustrecke um rund 50 auf jetzt 850 Meter zurückzuführen.

Moderiert hatte den Workshop mit Vertretern der Verwaltung sowie der Anlieger und Dorfbewohner Vera Leo-Straßer vom Ingenieur-Büro Frilling, die die Ergebnisse im Ausschuss präsentierte. Laut ihr wurden erst einmal alle Vorgaben abgesteckt, denen so eine Planung unterliegt – allen voran die Rahmenbedingungen für den Erhalt von Mitteln nach dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG). Denn auf diese Übernahme von 60 Prozent der förderfähigen Kosten kann die Gemeinde nicht verzichten. „Die Regelung der Oberflächenentwässerung, die derzeit desolat ist, und eine gewisse Straßenbreite sind also Pflicht“, sagte Leo-Straßer. Letzteren Punkt hatten die Anlieger noch im Herbst bemängelt und schnelleren sowie mehr Verkehr befürchtet. Nun soll der Heideweg vom Neubau vor dem Lopshof an bis zum historischen Schuppen schräg gegenüber des Püttenhuses aber doch eine Breite von 5,50 Metern erhalten. Die Fahrbahn wird etwas gen Westen geschoben, um dem Grünstreifen mit Birken mehr Platz zu gewähren. Er wird auf 2,60 bis 2,80 Meter verbreitert. Daneben liegt der 1,80 Meter breite Fußweg.

Ab dem Schuppen soll die Fahrbahn zugunsten der Baumreihe mit nur fünf Metern Breite fortgeführt werden – ein Wagnis, das die Förderfähigkeit gefährden könnte. Die Einmündung zum Dorfring soll ebenso wie der Bereich beim Lopshof und bei der alten Eiche durch einen Pflasterwechsel platzähnlich gestaltet werden. Aus Gründen der Verkehrssicherheit wird empfohlen, Fußgänger vom Heideweg aus über den Durchgang Butzenberg zur Kreisstraße zu führen.

Eine Herausforderung war laut Leo-Straßer der Bereich beim Café Behr, wo der Dorfring aufgrund der Platzverhältnisse nur auf eine Breite von 3,90 Meter kommt. „Daran lässt sich auch nichts ändern. Wir wollen die Engstelle allerdings etwas in Richtung Norden verschieben“, sagte sie. Der Gehweg soll entsprechend einen kleinen Zugewinn um 50 Zentimeter auf 1,60 Meter erhalten. Hinter der alten Dorfeiche misst die Fahrbahn bis zur Kreisstraße dann wieder 5,50 Meter.

Bürgermeister Ralf Spille war froh, dass so schnell ein Ergebnis erzielt werden konnte. Und auch den Ausschussmitglieder sagte das Vorgetragene zu.

ts

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