Ausschuss empfiehlt weitere Beschäftigung eines Klimaschutzmanagers

Auch in Dötlingen ist noch Luft nach oben

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Zu den Projekten die Klimaschutzmanager Lars Gremlowski organisiert hat, gehörte auch ein Aktionstag in den Kindergärten zum Thema „Was hat mein Essen mit dem Klima zu tun?“.

Neerstedt - Von Tanja Schneider. Einstimmig haben die Mitglieder des Umwelt- und Energieausschusses während ihrer gestrigen Sitzung die weitere Beschäftigung eines Klimaschutzmanagers empfohlen. Auch wenn die Gemeinde Dötlingen in diesem Bereich schon sehr viel leiste und gut dastehe, sei dies sinnvoll. Nach positivem Beschluss des Verwaltungsausschusses, der noch diesen Monat erwartet wird, soll die Verwaltung einen entsprechenden Antrag stellen.

Den jetzigen Klimaschutzmanager Lars Gremlowski teilen sich die Gemeinden Dötlingen und Ganderkesee. Der dreijährige Projektzeitraum mit einer Förderung von 65 Prozent läuft allerdings Mitte November aus. Bei einer Verlängerung um zwei Jahre würden die Personalkosten noch zu 40 Prozent vom Bundesumweltministerium bezuschusst. Da der Klimaschutzmanager zu 75 Prozent für Ganderkesee und zu 25 Prozent für Dötlingen zuständig ist und weiter sein soll, würde sich der Kostenanteil für Dötlingen auf rund 9500 Euro belaufen. Wie Bürgermeister Ralf Spille erläuterte, haben sich die Ganderkesee bereits für das Anschlussvorhaben ausgesprochen. Die Zusammenarbeit beider Kommunen in diesem Bereich habe sich bewährt.

Um den Ausschussmitgliedern die Entscheidung zu erleichtern, gab Gremlowski nicht nur einen Überblick über bereits gelaufene Projekte, sondern erläuterte auch, in welchen Bereichen noch „Luft nach oben“ ist. So sei der Aufbau eines kommunalen Gebäudemanagements zum Controlling der Energieverbräuche ratsam. Zudem sollte an die erfolgreiche Modernisierungskampagne „Taten statt Warten“ sowie das noch laufende Förderprogramm „Energiebonus für Altbausanierung“ angeknüpft werden, um Eigenheimbesitzer immer wieder zu energetischen Maßnahmen zu motivieren. Denkbar seien ein Energiestammtisch oder Energiepartys. „Auch die Schaffung einer klimafreundlichen oder sogar energieautarken Wohnsiedlung oder eines Gewerbegebietes ist denkbar“, sagte Gremlowski, der derzeit erste Ideen sammelt.

Ein großes Thema sei zudem die Mobilität. Nach der gelaufenen Abfrage zum Bedarf eines Fahrergänzungsgebotes könne man sich künftig auf die Schaffung einer Infrastruktur für Elektromobilität konzentrieren. Da im Rahmen der neuen Leader-Förderphase erstmals auch der Bereich „Energie“ abgedeckt werde, seien eventuell Maßnahmen möglich, vor allem kreisweit. Über die Gemeindegrenzen hinausschauen sollte Dötlingen auch, wenn es ums Carsharing oder Nachbarschaftsautos geht. „Dieses gesamte Themenfeld soll im Juli auch während eines Workshops auf Kreisebene beraten werden“, sagte Gremlowski.

In Sachen Energieeinsparung plädiert er für eine stärkere Sensibilisierung der Wirtschaft sowie der Landwirtschaft. Ferner könne er sich die Durchführung eines Klimaschutzmonats sowie Aktionen zum Thema „Ernährung und Energie“ vorstellen.

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