Ausschuss empfiehlt F-Plan-Änderung

Weg für Repowering geebnet

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Bislang gilt in Uhlhorn und Aschenstedt eine Nabenhöhe von 100 Metern.

Neerstedt - Von Tanja Schneider. Mit Anregungen und Einwendungen auf 105 Seiten hatte es der Bau-, Straßen- und Verkehrsausschuss während seiner Sitzung im Rathaus zu tun. „Und für das Thema Windenergie ist das noch moderat“, sagte Thomas Aufleger vom Planungsbüro NWP, der die Ergebnisse der öffentlichen Auslegung zur 20. Änderung des Flächennutzungsplanes vorstellte. Diese ist notwendig, um den Betreibern an den Windenergiestandorten Aschenstedt und Uhlhorn ein Repowering zu ermöglichen und damit für sie dieselben Voraussetzungen zu schaffen wie im Windpark Haidhäuser. Erreicht werden soll dies durch den Wegfall der Höhenbegrenzung, wodurch eine Anpassung der bislang ausgewiesenen Windenergieflächen notwendig wird.

Der Ausschuss stimmte geschlossen der Auswertung und den Empfehlungen zu und votierte für die Änderung des Flächennutzungsplanes nebst Begründung und Umweltbericht. Derzeit dürfen Windräder in beiden Gebieten eine maximale Nabenhöhe von 100 Metern haben. Für einige Anlagen in Aschenstedt soll dies aufgrund des Abstandes zur Wohnbebauung auch weiterhin gelten. Das Gebiet wurde entsprechend angepasst. Ohnehin wurde dort im vergangenen Jahr schon auf andere Art und Weise repowert. Statt durch höhere wurden ein paar der Anlagen durch leistungsstärkere ersetzt.

In Uhlhorn, wo drei Anlagen stehen, gibt es hingegen eine kleine Flächenerweiterung. Für diesen Bereich gingen auch die meisten Stellungnahmen ein. Viele beziehen sich auf das Naturdenkmal „Krauses Moor“, das nördlich direkt an das Windgebiet grenzt. Neben der Schutzgemeinschaft Klein Hensteder Heide macht der Landkreis Oldenburg auf die Belange der dortigen Flora und Fauna aufmerksam. Fragen hatte laut Aufleger die streng geschützte Libellenart „Große Moorjungfer“ aufgeworfen. Sie war 2013 von der Unteren Naturschutzbehörde erfasst worden. „Aber weder wir noch der Landkreis konnten ermitteln, inwiefern sich eine Gefährdung durch die Windenergie ergibt“, so der Planer. Deshalb wird eine vertiefende Betrachtung auf der nächsten Planungsebene, also im Rahmen des Bundesimmissionsschutz-Verfahrens (BImSch), empfohlen.

Dies gilt ebenso für weitere Fragen hinsichtlich des „Krausen Moores“. „Denn solange die Standorte für Anlagen nicht feststehen, lassen sich die Auswirkungen kaum abschätzen“, verdeutlichte Aufleger. Auch Stellungnahmen zum Infraschall, zum Schattenschlag sowie zur Lärmbelästigung seien zwar wichtig, hätten aber ebenfalls nichts auf der jetzigen Planungsebene zu suchen, sondern müssten im Zuge des BImSch-Verfahrens beantwortet werden.

Aufleger ging zudem auf Hinweise zur Gesamtbetrachtung des Raumes ein, bei der die Nähe zu den Windparks Hengsterholz und Haidhäuser sowie den geplanten Anlagen auf Harpstedter Gebiet angeführt wurde. „Die Abstände sind aber zu groß, um von einer zusammenhängenden Windenergiefläche zu sprechen“, betonte er.

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