Auch „Waschweib“ entdeckt

32 Teilnehmer bei vogelkundlicher Wanderung

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32 Interessierte nahmen an der vogelkundlichen Frühwanderung des Bürger- und Heimatvereins Dötlingen teil.

Dötlingen - Das Zwitschern von 36 verschiedenen Vogelarten konnten die 32 Teilnehmer der vogelkundlichen Frühwanderung, die der Dötlinger Bürger- und Heimatverein wieder für den Muttertag organisiert hatte, hören und bestimmen.

Dabei genossen sie nicht nur eine wunderschöne Morgenwanderung inklusive eines atemberaubenden Sonnenaufgangs und geheimnisvoller Nebelfelder. Sie lernten von Dieter Kammann auch eine Menge über die heimischen Vogelarten. Im Anschluss an die zweieinhalbstündige Wanderung sorgte Traute Kucera vom Bürger- und Heimatverein für ein Frühstück im Püttenhus.

Über sechs Kilometer führte der ausgedehnte Spaziergang die Teilnehmer quer durch Dötlingen und über den Huntepadd. Vom Püttenhus aus ging es ab 5 Uhr früh zum Parkplatz „Zur Loh“, über den Friedhof bis zur Karkbäk und weiter über den kleinen und den großen Huntepadd. Die Glaner Braut war ebenso Station wie der Lopshof, ehe es zum Püttenhus ging.

Dem Wildeshauser Kammann standen einige weitere Vogelkundige zur Seite: Torsten Iverssen aus Wildeshausen, Max Hunger aus Saage-Haast und Sven Wennekamp aus Großenkneten. „Bei so einer großen Teilnehmerzahl ist es gut, wenn man sich ein wenig aufteilen kann“, so Kammann.

Rufe des Kuckuck gehört

Die Wanderer hatten Glück: Sie hörten den Kuckuck rufen und durften dem Gesang der Nachtigall lauschen. „Diese sind überwiegend in Feuchtgebieten zu finden. Sie können bis zu 260 verschiedene Strophen singen – auch tagsüber“, informierte Kammann. Doch wie schaffen die Experten es, die Nachtigall von den anderen Vogelarten zu unterscheiden? „Ihre Stimme ist so markant, dass wir sie meist schon nach den ersten vier bis fünf Tönen erkennen können“, erklärte Kammann. Iverssen ergänzte: „Wenn man sie einmal gehört hat, erkennt man sie immer wieder.“

Die Wanderer konnten außerdem alle vier Grasmücken-Arten ausmachen: Dazu zählen die Klapper-, Dorn-, Mönchs- und Garten-Grasmücke. „Letztere wird wegen ihrer geschwätzigen Art zu singen, auch Waschweib genannt“, so Kammann. Als Geldzähler werde hingegen der seltene Waldlaubsänger bezeichnet. „Vor Jahren haben wir ihn schon einmal in einem Waldstück nahe der Glaner Braut entdeckt“, berichtete Kammann.

Häufiger kommt der verwandte Weidenlaubsänger – der Zilpzalp – vor. „Den haben wir heute wohl 20 Mal gehört“, so Kammann. Zu fast jedem Vogel hatte er besondere Infos: Die Wanderer lernten, dass das Sommergoldhähnchen der kleinste heimische Vogel ist – noch kleiner als der Zaunkönig. Die Misteldrossel dagegen ist die größte Amselart. Und wie unterscheidet man eine Amsel und einen Star? „Auf dem Boden ist das einfach – die Amsel hüpft und der Star läuft“, wusste Kammann. - an

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