Mit Saal, Außenterrasse und Mehrzweckraum

Architekt stellt Entwurf für das Mehrgenerationenhaus in Neerstedt vor

Das Neerstedter Gemeindezentrum soll zum Mehrgenerationenhaus werden.

Neerstedt - Von Tanja Schneider. Ein Zentrum der Begegnung soll es sein – das geplante Mehrgenerationenhaus in Neerstedt. Welche Gruppen dort zusammenkommen könnten, welche neuen Angebote möglich wären und was dies für einen Raumbedarf erfordert, hatte ein Arbeitskreis (AK) in einem Nutzungskonzept formuliert. Dieses diente dem Architekten Jörg Hecht als Grundlage für einen Entwurf, der am Dienstag dem Jugend-, Sport- und Sozialausschuss sowie den AK-Mitgliedern im Rathaus präsentiert wurde.

Im vergangenen Monat hatten sich Finanzausschuss und Gemeinderat bereits mit der groben Kostenschätzung für den An- sowie den Umbau des Gemeindezentrums befasst. Derzeit steht eine Summe von rund 788.000 Euro im Raum. Ein Betrag, der bei einigen für „Schnappatmung“ sorgt. „Selbst mit den zu erwartenden Zuschüssen können wir dies nicht wuppen“, machte die Ausschussvorsitzende Ute Ziemann (SPD) deutlich.

Politik hofft, dass Einsparpotenzial entdeckt wird

Die Politik wolle ein Mehrgenerationenhaus – aber nicht um jeden Preis. Seinen Willen hat der Gemeinderat mit der Bereitstellung von weiteren Planungskosten in Höhe von 23.000 Euro demonstriert. „Jetzt kann der AK weiter arbeiten“, hieß es – mit der Hoffnung, dass hier und da Einsparpotenzial entdeckt wird.

Die Mitglieder verfolgten zunächst aber gespannt die Ausführungen des Architekten, der – wie sich zeigte – nahe an den AK-Vorstellungen geblieben ist. Demnach erhält das etwa 260 Quadratmeter große Gemeindezentrum einen fast ähnlich großen Anbau in Richtung Spiel- und auch Sportplatz. Darin soll neben sanitären Anlagen, einer Küche und einem Multibüro vor allem ein etwa 60 Quadratmeter großer Gemeinschafts- beziehungsweise Mehrzweckraum Platz finden. Dieser könnte künftig von der evangelischen Jugend, von Krabbelgruppen oder einem Café Kinderwagen genutzt werden. Hinzu kommen ein weiterer Gruppenraum und eine Werkstatt, in der der Kreativkreis der Kirchengemeinde, Jugendgruppen und die Fahrradwerkstatt für Flüchtlinge aktiv werden könnten. Rund 660 000 Euro sind für den Anbau veranschlagt.

Nur der Küchenentwurf stellt derzeit nicht zufrieden

Im bestehenden Gebäude soll der Veranstaltungsraum auf gut das Doppelte erweitert werden, sodass ein großer Saal entsteht. Dieser soll wiederum durch Schiebewände teilbar sein. Zudem ist eine Tür zu einer neuen Außenterrasse in Richtung Sportplatz geplant. Das Kirchenbüro rückt gemäß des Entwurfes an die Stelle, wo nun die Küche ist. Daneben sind Lagermöglichkeiten, ein Kopier- und Putzmittelraum vorgesehen.

Die anwesenden AK-Mitglieder waren im Großen und Ganzen zufrieden – bis auf eine Ausnahme. Die Küche hatten sie sich an einer zentraleren Stelle gewünscht. Dass eine Realisierung angesichts der hohen Kosten nicht zeitnah möglich sein wird, ist ihnen durchaus bewusst. „Wir freuen uns aber, dass es weitergeht“, lautete der Tenor. Ziemann regte in diesem Zusammenhang an, dass künftig auch aus jeder Fraktion ein Vertreter bei den Treffen dabei sein sollte. Dies stieß auf allgemeines Wohlwollen.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Erntefest in Neddenaverbergen 

Erntefest in Neddenaverbergen 

Trecker-Oldtimer-Treff in Vethem

Trecker-Oldtimer-Treff in Vethem

Schwarmer Familientriathlon

Schwarmer Familientriathlon

20 Jahre Gemüseabo in Dörverden 

20 Jahre Gemüseabo in Dörverden 

Meistgelesene Artikel

Auto prallt frontal gegen Baum - Fahrer stirbt

Auto prallt frontal gegen Baum - Fahrer stirbt

Schwelbrand unter den Dachziegeln

Schwelbrand unter den Dachziegeln

Politesse: „Die Beleidigungen gehen oftmals unter die Gürtellinie“

Politesse: „Die Beleidigungen gehen oftmals unter die Gürtellinie“

„Oberstes Gebot ist stets das Treffen auf Augenhöhe“

„Oberstes Gebot ist stets das Treffen auf Augenhöhe“

Kommentare