Arbeitskreis über Anlage in Haidhäuser informiert

Windpark kämpft mit Licht und Schatten

Die Anlagen im Bürgerwindpark Haidhäuser sollen sich möglichst leise und unbeleuchtet drehen. - Foto: Petzold

Dötlingen/Neerstedt - Von Phillip Petzold. Die zwölf Windenergieanlagen im Bürgerwindpark Haidhäuser speisen seit August Elektrizität ins Stromnetz ein. Doch auch nach fast zehn Monaten gibt noch einiges zu tun. Welche Vorhaben noch umgesetzt werden, erläuterte Hermann Raschen, Geschäftsführer der VR Energieprojekte Dötlingen, am Dienstagabend während der Sitzung des Hauptarbeitskreises „Energieeffizientes Dötlingen“.

„Die Schattenabschaltautomatik funktioniert noch nicht so wie sie sollte“, berichtete Raschen. Derzeit sei die Lage „nicht zufriedenstellend“. EDV-Experten würden an dem Problem arbeiten. So könne es momentan noch passieren, dass die Flügel Schatten auf umliegende Wohnhäuser werfen, obwohl sich die Betreiber zur „Nullverschattung“ verpflichtet haben.

Schallgutachter noch unterwegs

Außerdem ist noch ein Schallgutachter unterwegs, der die Geräuschemissionen der Anlage misst. Dies muss an vier verschiedenen Standorten bei vier Betriebsmodi – beispielsweise unterschiedliche Tageszeiten und Windverhältnisse – erfolgen. „Der Gutachter muss messen, wenn sich ordentlich was dreht“, so Raschen. „Bislang werden die Werte eingehalten, sonst wird nachjustiert.“

Eine weitere Baustelle ist die „Bedarfsgerechte Befeuerung“. So sollen die Signallichter an den Anlagen nur leuchten, wenn sich ein Flugzeug nähert. Raschen ist „guter Dinge“, dass sich auch hierfür eine geeignete technische Lösung finden lässt – mehrere Optionen seien denkbar. „Wir befinden uns in konstruktiven Gesprächen mit Betreibern von Nachbarwindparks und Anbietern“, sagte Raschen.

Ausgleichsmaßnahmen abgeschlossen

Abgeschlossen sind ihm zufolge derweil die für den Bau der Windräder geforderten Kompensationsflächen. „Herbert Harms ist mit den Ausgleichsmaßnahmen und Zuwegungen sehr zufrieden“, berichtete Bauamtsleiter Uwe Kläner. Laut Raschen gibt es sogar noch Gebiete in Reserve. Diese könnten beispielsweise als Blühflächen den Bienen zugute kommen. Eine Idee, für die sich sogleich Imker und Arbeitskreismitglied Götz Neuber einsetzte.

148 Bürger beteiligen sich am Windpark. Diese werden demnächst angeschrieben und aufgefordert, das Geld zu überweisen. Damit wäre laut Raschen das Eigenkapital zusammen.

Für den Geschäftsführer sei das Projekt eine Herausforderung gewesen: „Ich hatte oft Schweißperlen auf der Stirn. Aber es gab auch immer wieder etwas zu lernen.“ Raschen und sein Kollege Tristan Lübben haben mittlerweile ein neues Büro an der Heuberge 1a in Neerstedt bezogen. „Für Fragen stehen wir dort immer zur Verfügung.“

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