Anzahl der Lkw-Stellplätze soll sich verdoppeln/Öffentliche Auslegung beginnt

Rastanlagen-Neubau kommt ins Rollen

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Kommende Woche beginnt die öffentliche Auslegung der Pläne für den Abriss und Neubau der Tank- und Rastanlagen an der A1.

Dötlingen - Von Tanja Schneider. Der geplante Neubau der Tank- und Rastanlagen Wildeshausen auf dem Gebiet der Gemeinde Dötlingen nimmt langsam Fahrt auf. Die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Oldenburg hat das Planfeststellungsverfahren beantragt. Bereits kommende Woche geht das Vorhaben in die öffentliche Auslegung.

Der Abriss und Neubau ist Teil eines Rastanlagenkonzeptes an der A1. Ziel ist vor allem die Schaffung von Lkw-Stellplätzen. Derzeit weist der Abschnitt zwischen den Autobahn-Dreiecken Stuhr und Ahlhorn ein erhebliches Defizit auf. 220 Lkw-Parkplätze sind vorhanden. Laut Prognose werden im Jahr 2025 aber 438 benötigt. Vor rund sieben Jahren war bereits ein Fehlbedarf von knapp 170 Plätzen festgestellt worden.

Auf der Tank- und Rastanlage finden derzeit insgesamt etwa 50 Fahrer mit ihren Sattelzügen Platz. Diese Anzahl soll sich verdoppeln. Die Planung sieht die Schaffung von 76 Pkw-Stellplätzen und 54 Lkw-Parkständen auf der Nordseite sowie 77 Pkw- und 47 Lkw-Plätzen auf der Südseite vor. Auf beiden Seiten ist zudem ein Parkstreifen für Großraum- und Schwertransporte mit einer Länge von 175 bis 200 Metern geplant.

Die bestehenden Gebäude sollen abgerissen und als Kompaktanlage komplett neu errichtet werden. „Und dies im laufenden Betrieb“, erläuterte Joachim Delfs, Leiter der Straßenbaubehörde in Oldenburg, auf Nachfrage. In Absprache mit der Firma „Tank & Rast“, der die Raststätten gehören, sowie dem Pächter sei ein gestaffelter Ablauf vorgesehen. Delfs rechnet deshalb auch mit anderthalb Jahren Bauzeit.

Vor 2017 werde aber kein Bagger anrollen. „Wir haben es hier mit einem komplexen Verfahren zu tun“, machte Delfs deutlich. „Ich gehe auch davon aus, dass im Zuge der öffentlichen Auslegung so einige Einwendungen eingehen werden. Zu diesen müssen wir dann erst einmal Stellung beziehen.“ Einen entsprechenden Erörterungstermin werde es voraussichtlich im Winter oder Frühjahr 2016 geben. Eine Genehmigung könnte dann eventuell ab Herbst kommenden Jahres erfolgen.

Das Investitionsvolumen ist immens. Pro Seite werden Kosten in Höhe von 4,5 bis fünf Millionen Euro erwartet. „Darin enthalten sind aber auch die Entschädigungszahlungen an die ‚Tank&Rast‘“, sagte Delfs. Denn nach dem Abriss übernimmt die Firma die Errichtung neuer Gebäude.

Die entsprechenden Planunterlagen samt Zeichnungen, Erläuterungen, immissionstechnischen und wassertechnischen Untersuchungen, der landschaftspflegerischen Begleitplanung sowie Grunderwerbsunterlagen sind vom 11. Juni bis zum 10. Juli im Neerstedter Rathaus einsehbar. Zudem können sie während des Auslegungszeitraumes auch auf der Internetseite der Gemeinde unter www.doetlingen.de eingesehen werden. Einwendungen können vom 11. Juni bis zum 24. Juli bei der Gemeinde Dötlingen oder der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Dezernat 33 (Planfeststellungsbehörde), Göttinger Chaussee 76a, 30453 Hannover, gemacht werden.

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