TV Dötlingen betont Wichtigkeit seines gestellten Antrags, der im Ausschuss Thema war

„Sanierung der Duschen ist notwendig“

Vor dem Fußballplatz: der erste Vorsitzender Rudolf Zingler (l.) und Fabian Grashorn vom TV Dötlingen.
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Vor dem Fußballplatz: der erste Vorsitzender Rudolf Zingler (l.) und Fabian Grashorn vom TV Dötlingen.

Dötlingen – Während der Haushaltsberatungen für 2022 hat der Antrag des Turnvereins Dötlingen (TVD) über insgesamt 164 000 Euro während der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Gesellschaft und Kultur für Gesprächsstoff gesorgt. Mit der Gesamtsumme möchte der Verein die Flutlichtanlage erneuern, die Umzäunung der Sportanlage inklusive einer Bande anlegen sowie die Duschen und Toiletten sanieren.

Die Ausschussmitglieder haben die Antragsunterlagen nach eigenen Angaben erst drei Stunden vor Sitzungsbeginn erhalten und beklagten damit die fehlende Beratungszeit. Im Bürgerinformationssystem zur Ausschusssitzung wird das Antragspaket des Turnvereins als Anlage „nicht berücksichtigter Anträge“ aufgeführt.

Die Verwunderung der Ausschussmitglieder wollte der TVD nicht unkommentiert lassen und hatte daher zu einem Pressegespräch eingeladen, um den Vorgang noch einmal zu beleuchten: „Von der Gemeinde Dötlingen wurde uns der 15. Oktober als Einreichungsfrist genannt. Unsere Unterlagen haben wir vor dem Termin eingereicht“, schilderte Fabian Grashorn vom Verein. Diese Angaben konnte er durch den E-Mail-Verkehr mit der Kommune untermauern. Die erste Nachricht hat Grashorn bereits am 30. September verfasst und darin alle vom TVD gewünschten Maßnahmen aufgeführt. Angebote zur Flutlichtanlage sowie zur Sanierung der Duschen und Toiletten reichte er am 14. Oktober – und damit innerhalb der gesetzten Frist – nach. Den Eingang bestätigte die Verwaltung taggleich. „Nach der E-Mail der Gemeinde haben wir keine weitere Rückmeldung erhalten. Damit sind wir davon ausgegangen, dass alles richtig eingereicht wurde“, so Grashorn.

„Unsere Unterlagen haben wir vor dem Termin eingereicht“

Der erste Vorsitzende Rudolf Zingler hat ebenfalls seine Verwunderung geäußert: „Auch wenn wir den Antrag formal nicht hundertprozentig korrekt gestellt haben, so lagen der Verwaltung doch rechtzeitig alle Informationen vor.“ Zur Formalie zählte Zinglers fehlende Unterschrift zum gestellten Antrag. Eine Nachfrage beziehungsweise eine Rückmeldung dazu habe die Verwaltung allerdings nicht verfasst. Zingler sei am Montag vor der Ausschusssitzung aufgefallen, dass der Antrag vom Verein nicht berücksichtigt wurde. In einem Telefonat habe die Verwaltung ihm bestätigt, dass die Unterlagen noch rechtzeitig vorab zur Verfügung gestellt werden. Nachdem die Dokumente drei Stunden vor der Sitzung an die Mitglieder verschickt worden sind, konnten die Maßnahmen vom Verein in den Fraktionen nicht mehr beraten werden.

Bürgermeisterin Antje Oltmanns hat sich bereits bei Zingler für die Abläufe entschuldigt. Weiterhin möchte der Verein die im Bürgerinformationssystem veröffentlichten Zahlen klarstellen sowie die Vorhaben weiter erläutern. In der Anlage zur Sitzung ist eine Gesamtsumme von 164 000 Euro genannt. Laut Grashorn ist diese zu hoch angesetzt, da die Fördermittel nicht berücksichtigt wurden. Für die sechs Lichtköpfe der Flutlichtanlage wird eine Summe von 48 800 Euro aufgerufen. Nach Abzug der Bundesförderung und dem Zuschuss vom Landessportbund würden sich die Kosten für die Gemeinde nur noch auf rund 17 000 Euro belaufen. „Aktuell können wir von unseren zwei Plätzen nur jeweils einen Fußballplatz unter Flutlicht bespielen“, schilderte Grashorn. Die neue Anlage wird es dem Verein ermöglichen, beide Plätze gleichzeitig zu nutzen.

Schimmel in den Sanitäranlagen kommt wieder durch

„Die Sanierung der Duschen und Toiletten ist notwendig“, betonte Zingler und ergänzte: „Nachdem wir im Sommer den Schimmel beseitigt haben, kommt dieser leider wieder durch.“ Nun sollen mit den angesetzten 7 500 Euro die Armaturen versiegelt und weitere Sanierungsarbeiten umgesetzt werden.

Als weiteres Vorhaben plant der Verein eine neue Umzäunung der Anlage. Der aktuelle Zaun weise bereits zahlreiche Mängel auf, berichten die Vereinsvertreter. Mit rund 100 000 Euro soll ein neuer Zaun inklusive Ballfang angeschafft werden. Da der neue Zaun keine Bandenwerbung vorsieht, soll zusätzlich eine ein Meter hohe Bande zwischen den zwei Fußballplätzen aufgestellt werden. Die Kosten belaufen sich auf rund 7 800 Euro. „Nach Rücksprache mit der Verwaltung werden wir nun einen inhaltlich gleichen und formal richtigen Antrag stellen“, so Zingler. Dieser soll dann im Ausschuss für Wirtschaft und Finanzen am 7. Dezember sowie im Verwaltungsausschuss am 9. Dezember beraten werden.

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