Antrag Thema im Umwelt- und Energieausschuss/Diskussion um Bedarf

Grüne wollen zusammenhängendes Netz an Hundekot-Stationen

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Die Hundetoilette an der Einfahrt zur Karkbäk in Dötlingen wird laut einer Bewertung aus 2014 eher wenig genutzt.

Neerstedt - Sind in der Gemeinde Dötlingen weitere Hundekotstationen notwendig? „Ja“, meinen die Grünen. Sie haben deshalb Anfang des Monats einen Antrag für die „Aufstellung und Vernetzung weiterer Hundetoiletten“ gestellt, mit dem sich am Dienstagabend die Mitglieder des Umwelt- und Energieausschusses beschäftigt haben. Einen Beschluss fassen wollten sie allerdings noch nicht. Denn zunächst soll bei der Firma Viasol, die die bisherigen 16 Standorte betreut, die aktuelle Nutzung abgefragt werden. Laut den Grünen werden die Hundetoiletten gut angenommen. Der Unrat durch Hundekot sei merklich zurückgegangen, heißt es in dem Antrag. Die Viasol hatte dies Anfang Mai 2014 anders eingeschätzt.

„Da Hunde die einzigen Tiere sind, für die eine Steuer gezahlt wird und auf deren Marke ‚Ich halte meine Gemeinde sauber‘ steht, kann die Gemeinde unserer Meinung nach ruhigen Gewissens das Geld in die Sauberhaltung investieren“, so die Partei, die Hundetoiletten „bestenfalls an allen Wegen mit befestigtem Bürgersteig innerorts“ vorschlägt. „Ideal wäre ein zusammenhängendes Netz“, erläuterte Sarah Orth während der Sitzung. Dem Antrag nach sollten zumindest in Dötlingen bei der Feuerwehr, beim Spielplatz im Neubaugebiet sowie an der Ecke Walschenkampsweg/Goldbergsweg weitere Stationen eingerichtet werden.

Die Gemeinde hatte 2012 als Pilotprojekt jeweils eine Hundetoilette in Aschenstedt, Dötlingen, Brettorf und Neerstedt installiert. Da diese auf Resonanz stießen, folgten zwölf weitere. Die Nutzung lässt laut der Abfrage im Mai 2014 allerdings zu wünschen übrig – besonders im Ort Dötlingen. So wurden an vier von fünf Stationen nur wenige oder gar keine Kotbeutel entnommen. Bei drei Hundetoiletten waren die Abfallsäcke nach Angaben der Viasol bei der Abfuhr zudem kaum gefüllt. Häufig entnommene Beutel gab es lediglich an zwei Standorten in Brettorf sowie einem in Neerstedt. Gut gefüllte Abfallsäcke registrierte die Firma nur in Brettorf. Angesichts dieser – wenn auch nicht aktuellen – Zahlen schlug Beate Wilke (CDU) vor, lieber Hundetoiletten an andere Standorte zu verlegen, als Geld für weitere auszugeben. Schließlich betragen die Kosten für die Anschaffung 450 Euro pro Station. Für die derzeit rund 30000 ausgegebenen Tüten schlagen 400 Euro im Jahr zu Buche.

ts

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