53-Jährige erhält 61,38 Prozent der Stimmen

Antje Oltmanns wird neue Bürgermeisterin in Dötlingen

Antje Oltmanns strahlt in die Kamera. Sie ist die neue Bürgermeisterin der Gemeinde Dötlingen geworden. Neben ihr stehen ihr Mann Heiner und ihre beiden Söhne Julius und Carlos.
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Ein Grund zur Freude: Antje Oltmanns ist die erste Bürgermeisterin der Gemeinde Dötlingen. Beim Wahlkampf wurde sie von ihrem Mann Heiner und ihren Söhnen Julius (links) und Carlos unterstützt.

Dötlingen – Sie hat es im ersten Anlauf geschafft: Antje Oltmanns ist die neue Bürgermeisterin der Gemeinde Dötlingen – und damit die erste Frau im Amt der Verwaltungschefin.

Am Sonntagabend entschied die 53-Jährige die Wahl mit 61,38 der Stimmen für sich. Der parteilose Herausforderer Andreas Krems erhielt 22,98 Prozent der Stimmen. Dietmar Herchenröder (CDU) trat als Unabhängiger an und kam auf 15,64 Prozent.

Oltmanns erlebte die Wahlpräsentation am Rathaus in Neerstedt mit, wo die Verwaltung die aktuellen Ergebnisse vorstellte. Die Spannung hielt sich schnell in Grenzen, da sich nach der Auszählung in den ersten Wahllokalen ein deutliches Ergebnis für Oltmanns abzeichnete. Mitglieder der SPD, CDU und der Grünen, ihr Mann Heiner sowie die Zwillinge Julius und Carlos standen ihr an dem Abend unterstützend zur Seite. Auch Oltmanns Nachbarschaft aus Großenkneten kam überraschend dazu.

Kurz vor 20 Uhr: Antje Oltmanns und ihre Söhne verteilten Getränke an die Gäste. Rund zehn Minuten später war es dann so weit und Wahlleiterin Katrin Albertus-Hirschfeld verkündete das Ergebnis. Applaus ertönte, dann gratulierte der amtierende Bürgermeister Ralf Spille der Wahlsiegerin und übergab ihr einen großen Strauß Blumen. Die Freude war Oltmanns anzusehen: „Es ist schön, ein so überwältigendes Ergebnis zu haben.“

Dann bedankte sie sich bei all ihren Unterstützern: „Ich danke den Bürgerinnen und Bürgern, aber an erster Stelle meiner Familie, dem ,Team Oltmanns‘. Das vergangene Jahr war sehr aufregend und sie standen mir zur Seite, haben Flyer gemacht und Plakate aufgehängt. Und ich danke meinen unterstützenden Parteien, der CDU, SPD und den Grünen.“ Spille freute sich ebenfalls: „Es ist alles gut gelaufen. Das Ergebnis ist klar und deutlich und es gibt keine Stichwahl.“

Die Konkurrenz habe nicht geschlafen, so Oltmanns, „umso mehr freue ich mich“. Und wo soll gefeiert werden? „Das weiß ich noch gar nicht.“ Aber einen Sekt zum Anstoßen solle es dann schon geben.

Antje Oltmanns arbeitet in der Gemeinde Großenkneten

Die gewählte Bürgermeisterin tritt ihr Amt am 1. November an. Oltmanns lebt gemeinsam mit ihrem Mann in Großenkneten, nicht weit von der Gemeindegrenze zu Dötlingen. Ihre zentralen Themen sind unter anderem die Förderung und der Erhalt der heimischen Landwirtschaft und die Digitalisierung. Von Bedeutung sei ebenso die Entwicklung der Gemeinde als Wohn- und Wirtschaftsstandort mit nachhaltigem Gewerbe. Zudem wird ihr besonderer Fokus nach eigenen Angaben auf der Haushaltsentwicklung liegen. Tourismus sowie die Sicherstellung ausreichender Angebote an Kindergarten- und Hortplätzen seien ebenfalls wichtige Punkte.

Oltmanns arbeitet seit 1985 für die Gemeinde Großenkneten. Damals begann sie ihre Ausbildung als Verwaltungsfachangestellte und qualifizierte sich zwischen 1990 und 1993 für den gehobenen Dienst (wir berichteten). In den 1990er-Jahren übernahm sie die stellvertretende Amtsleitung der Kämmerei und wechselte nach einer kurzen Elternzeit ins Haupt- und Schulamt. 2007 übernahm sie die Leitung des Hauptamtes.

Im aktuellen Wahlkampf erhielt sie nicht nur von der CDU Unterstützung, sondern auch von der SPD und den Grünen, während die FDP Andreas Krems unterstützten. „Natürlich ist das Ergebnis enttäuschend“, sagte der 58-jährige Krems zum Ergebnis. Die Stimmung unter den Gemeindebewohnern während des Wahlkampfs sei ganz anders gewesen. „Ich habe mit mehr Prozentpunkten gerechnet. Aber es ist, wie es ist.“ Als ehemaliger Stadtrat Cloppenburgs habe er schon vier Kommunalwahlen erlebt, „aber jetzt stand ich selbst einmal auf dem Spielfeld“. „Das war eine interessante Erfahrung. Ich gratuliere ganz herzlich Frau Oltmanns zum Sieg“, so Krems.

Andreas Krems: „Ich habe mit mehr Prozentpunkten gerechnet“

Herchenröder zeigte sich nicht enttäuscht: „Dafür, dass ich gar keinen Wahlkampf gemacht und keinen Euro investiert habe, ist es ein gutes Ergebnis.“ Mit drei Kandidaten sei es ein sehr intensiver Wahlkampf gewesen. „Ich bin zur Förderung der Demokratie angetreten.“ Sein größtes Anliegen sei es gewesen, dass die Wahlbeteiligung höher ausfällt. „Wenn das der Fall ist, habe ich einen großen Erfolg erreicht.“ Zum Vergleich: 2014 lag die Wahlbeteiligung bei der Bürgermeisterwahl bei 58,2, in diesem Jahr bei 63,6 Prozent.

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