Erschließung auf der Zielgeraden

Ansiedlung im Gewerbepark Wildeshausen-Nord kann spätestens im Mai starten

Ortstermin auf dem Gelände des zukünftigen Gewerbegebietes. 
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Ortstermin auf dem Gelände des zukünftigen Gewerbegebietes. 

Weil die Erschließungsarbeiten des Gewerbeparks Wildeshausen-Nord fast abgeschlossen sind, hatten die beteiligten Kommunen zu einem Ortstermin eingeladen. Einige Bauherren nahmen daran teil.

Hockensberg – Neun Unternehmen haben bereits einen Zuschlag bekommen, etwa ebenso viele sollen noch folgen: Die Erschließungsarbeiten des Gewerbeparks Wildeshausen-Nord in Hockensberg sind auf der Zielgeraden. „Spätestens im kommenden Mai können die Firmen ihre Grundstücke komplett nutzen“, berichtete Dötlingens Bauamtsleiter Uwe Kläner am Dienstag im Rahmen eines Ortstermins. Zu dem hatte die Gemeinde gemeinsam mit den Partnerkommunen Harpstedt und Wildeshausen auf das 30 Hektar große Areal eingeladen, um den Entwicklungsstand des interkommunalen Infrastrukturprojektes vorzustellen. Insgesamt 60 Bewerbungen gebe es für die Flächen, erläuterte Kläner, nachdem Dötlingens Bürgermeisterin Antje Oltmanns die Anwesenden begrüßt hatte.

Alle drei Kommunen müssen zustimmen

Zusagen für eine Ansiedlung haben bislang unter anderem die Firmen „Hanseatischer Drahthandel“ aus Wildeshausen, „Vossmann Logistik“ aus Prinzhöfte, „Grashorn & Co.“ aus Wildeshausen, „Der grüne Daumen“ aus Dötlingen, „Funke Haustechnik“ aus Twistringen, „CST Erdenergie“ aus Dötlingen sowie „Diakonie Himmelsthür“ aus Wildeshausen. Letztere zieht im Rahmen der Konversion ihres Zentralgeländes mit der Tagesförderstätte in das neue Gewerbegebiet an der B 213 um. Rund 80 Bewohner und 15 Mitarbeiter werden dort zukünftig tagsüber beschäftigt sein.

Dötlingens Bauamtsleiter Uwe Kläner und Bürgermeisterin Antje Oltmanns vor den Plänen des Areals, das von der B 213, der Iserloyer Straße und der Straße Brakland umschlossen wird.

Die Bewerber für die verbleibenden Flächen würden gegenwärtig gesichtet und bewertet, erläuterte Dötlingens Bauamtsleiter. Bevor ein Unternehmen den Zuschlag bekäme, müssten unter anderem alle drei Partnergemeinden zustimmen. Einige Bewerber kämen nicht in Frage, weil sich ihre Vorstellungen wie zum Beispiel der Bau einer Betriebsleiterwohnung nicht mit dem Bebauungsplan vereinbaren ließen. „Hier sollen möglichst viele Arbeitsplätze entstehen“, nannte Kläner ein weiteres wichtiges Kriterium für die Ansiedlung.

Noch einige Restarbeiten

Ehe die Firmen auf den Gewerbeflächen bauen können, sind noch einige Restarbeiten zu erledigen. Ein ungeplanter Kosten- und Zeitfaktor ist dabei die archäologische Kontrolle des Bodens. Die 442 000 Euro teure Maßnahme soll im Januar starten und voraussichtlich bis März dauern. „Die Landesbehörde hat uns diese vollflächige Überprüfung zur Auflage gemacht, weil es bei vorigen Untersuchungen 246 Befunde gab“, erläuterte der Bauamtsleiter.

Derzeit laufe zudem das Ausschreibungsverfahren für die beiden Abwasser-Pumpwerke und die entsprechenden Druckrohrleitungen. Vergeben sei die Straßenbeleuchtung. Sie werde mit LED-Technik nicht nur energiesparend, sondern mit einer Lichtfarbe von 1800 Kelvin sehr insektenfreundlich.

Kompensationsmaßnahmen starten im kommenden Jahr

Im kommenden Jahr starten sollen zudem die Kompensationsmaßnahmen für die Gewerbefläche. Insgesamt 16 Hektar sind dafür vorgesehen. Auf dem Areal selbst bleibt eine sieben Hek-tar große Grünfläche erhalten.´„Außerdem soll das gesamte Gelände von einem Grünstreifen umschlossen werden“, verspricht der Bauamtsleiter. Darüber hinaus haben die Kommunen insgesamt neun Hektar landwirtschaftliche Fläche erworben, deren Gestaltung der Wasser- und Bodenverband „Hunte Wasseracht“ übernehmen wird.

Die Erschließungsarbeiten sind kurz vor dem Abschluss.

Sina Geils vom Planungsbüro IDN gab einen Überblick über die schon erledigten Arbeiten. Eine besondere Herausforderung sei die Verschwenkung der Iserloyer Straße gewesen, um die dortige Buchenallee zu erhalten. „Mit der alten Trassenführung hätten wir den für die Verkehrsanbindung an das Gebiet notwendigen Querschnitt nicht erreichen können.“

Auch die Erschließungsstraßen und die Anbindung an die Bundesstraße 213 seien bereits hergestellt. Ändern werde sich noch die Verkehrsführung der Straße Brakland. „Sie wird zur Sackgasse“, erklärte Geils. Um die Anwohner zu entlasten, ermögliche ein Poller dann nur noch landwirtschaftlichen Fahrzeugen die Durchfahrt.

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