Verschiedene Stilrichtungen beim Orient-Café 

Anmutige Tänze mit Stuhl und Säbel

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Einen anmutigen Säbeltanz zeigte die Gruppe „Mahena“ am Sonntagnachmittag im Orient-Café in Hockensberg. - Fotos: Nosthoff

Hockensberg - Von Anja Nosthoff. Einmal im Jahr kehrt orientalisches Flair auf dem idyllischen Hofgelände von Astrid Busch in Hockensberg-Brakland ein: Dann lädt die begeisterte Tänzerin orientalischer Stilrichtungen gemeinsam mit der Tanzlehrerin Maria Vorwerk zum Orient-Café ein.

Zahlreiche Tänzerinnen sorgen für ein reichhaltiges Büfett aus selbstgebackenen Kuchen, es gibt einen kleinen Orient-Bazar mit Kleidern, Accessoires, Büchern, Musik und Deko-Artikeln – und natürlich darf die exotische Show aus orientalischen Tanzdarbietungen nicht fehlen. In diesem Sommer gab es dabei zwei Besonderheiten.

Zum einen war Amadin, ein Meistertrommler von der Elfenbeinküste, mit seiner Schülerin Monika zu Gast, um die Vorführung zu bereichern. Außerdem präsentierten zwischen den Tänzen zwölf Frauen eine Modenschau mit bunten Tanzkleidern aus dem Orient.

Bereits fünfte Auflage

„Zum fünften Mal dürfen wir euch nun hier zum Orient-Café begrüßen“, stimmte Astrid Busch die zahlreichen Gäste, die in der Diele rund um das Tanzareal Platz genommen hatten, auf das Nachmittags-Programm ein. Inmitten der orientalischen Dekoration glaubten sich die Besucher tatsächlich im Morgenland wiederzufinden. „Gestern habe ich noch gedacht, ich werde nie damit fertig“, gab Busch zu. „Aber heute Morgen war nichts mehr zu tun, und ich konnte mich entspannt auf Sie freuen.“

Der sinnliche „Baladi“ ist ein sehr ursprünglicher Tanz.

Für den Auftakt zum Tanznachmittag sorgte dann ein junges Schwesternpaar. „Jule und Feline aus Huntlosen haben vor kurzem ihr Abitur absolviert und haben für Sie für heute einen orientalischen ‚Tanz mit dem Stuhl‘ vorbereitet“, kündigte die Tanzlehrerin Maria Vorwerk das Duo an. Die „Dancin‘ Teens‘ sorgten in Glitzeroberteilen, Pluderhosen und angedeuteten Röcken mit ihrer Choreografie und ihrem Hüftschwung für Begeisterung.

Im Anschluss kam eine bunt gemischte Gruppe aus Anfängern und fortgeschrittenen Tänzerinnen in langen orientalischen Tanzkleidern auf die Bühne. „Marias Ensemble“ führte eine orientalische Choreografie vor, die im regelmäßigen Tanzunterricht auf dem Hof Busch donnerstags abends ab 19.30 Uhr einstudiert worden war. „In diese bunt gemischte Gruppe können noch Interessierte dazu stoßen“, informierte Astrid Busch.

Auftritt von Gast-Gruppen

Teil des Programms waren aber auch Gast-Gruppen und Solotänzerinnen von einer befreundeten Tanzschule aus Oldenburg. So zeigte Leonie beispielsweise einen sehr sinnlichen „Baladi“ zu einem arabischen Song, dessen Titel übersetzt „schöne Seele“ bedeutet. 

„‘Baladi‘ heißt ‚Tanz des Volkes‘“, informierte Busch. „Es ist der ursprüngliche Volkstanz, aus dem sich alle anderen orientalischen Folklore-Formen ableiten – auch der berühmte Bauchtanz. Im Gegensatz zum klassischen orientalischen Tanz, der etwas dem Ballett ähnelt, ist der ‚Baladi‘ sehr erdverbunden“, so Busch.

Die Oldenburger Gruppe „Mahena“ zeigte wiederum eine andere Besonderheit: Nämlich den ebenso ruhigen wie anmutigen Säbeltanz. „‘Mahena‘ bedeutet ‚aufgehende Sonne‘“, erklärte Busch während ihrer Ankündigung. In zwei Pausen zwischen den gut 20-minütigen Programm-Abschnitten blieb den Besuchern genügend Zeit zum Austausch, für Gemütlichkeit und um das Kuchen-Büfett oder das orientalische Flair auf dem Bazar zu genießen.

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