Baumschule Schachtschneider kämpft um ihre Pflanzen

Anhaltende Regenfälle machen Gärtnern zu schaffen

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Udo und Susanne Schachtschneider bleiben aktuell auf vielen Pflanzen, die unter anderem für Baustellen gedacht sind, sitzen.

Dötlingen - Von Lea Oetjen. Schauer, Niesel- und Starkregen: Davon gab es im vergangenen Jahr in der Gemeinde Dötlingen reichlich. Doch die anhaltenden Niederschläge sind nicht nur für Landwirte ein Grund zur Sorge. Auch Udo und Susanne Schachtschneider von der gleichnamigen Baumschule in Dötlingen steht das Wasser im wahrsten Sinne des Wortes bis zum Hals.

„Schon die Herbstmonate waren sehr nass. Wenn der Boden aufgeweicht ist, machen unsere schweren Geräte den Acker natürlich kaputt“, bedauert die Gärtnermeisterin. Problematisch sei, dass der Boden nicht mehr zu gebrauchen sei, wenn er einmal kaputt ist. „Wenn es ständig regnet, gibt es wenig Hoffnung auf eine Verbesserung.“

Die Niederschläge sorgen nicht nur auf den Feldern für zeitaufwendige Folgen. „Wir müssen in die Folgearbeiten, zum Beispiel nach der Rodung, deutlich mehr Zeit investieren, als sonst üblich. So kann die Erde, die an den Wurzeln hängt, normalerweise einfach auf dem Feld abgeschüttelt werden. Aktuell ist es so, dass der Matsch an den Wurzeln klebt und erst einmal über mehrere Tage getrocknet werden muss“, erklärt Udo Schachtschneider.

Allerdings haben die starken Regenfälle nicht nur Auswirkung auf die Pflanzen der Baumschule. Auch Baustellen, die über einen längeren Zeitraum geplant wurden, können nicht begonnen oder abgeschlossen werden. „Wir bleiben da einfach auf den Pflanzen sitzen, die zum Beispiel zur Gestaltung der Landschaft bestellt wurden“, meint der Gärtnermeister.

Auf diesem Acker haben die Schachtschneiders Hartriegel gepflanzt. Durch die starken Regenfälle ist es ihnen jedoch bislang noch nicht gelungen das Unkraut zu bekämpfen. Die Gefahr ist zu groß, mit den schweren Geräten den Boden zu zerstören.

Innerhalb des Unternehmens habe man versucht, die Stimmung hochzuhalten. Jedoch ist sich Susanne Schachtschneider sicher, dass „kein Mensch bei einem solchen Wetter gerne draußen arbeitet“. Die Zahl der Krankmeldungen innerhalb des Betriebs seien in den Herbst- und Wintermonaten auch gestiegen. „Wenn bei Starkregen mehrere Stunden draußen gearbeitet werden muss, ist man irgendwann durchnässt. Da erkältet sich die Angestellten sich logischerweise schneller“, weiß die Gärtnermeisterin.

Die Schachtschneiders befürchten, dass einige Pflanzen die enormen Niederschläge nicht unbeschädigt überstanden haben – so überleben beispielsweise Eiben maximal zwei Tage im Wasser. „Wir hatten leider keine andere Wahl, da wir unsere Produkte, die die Kunden wollen, weiter führen müssen“, erklärt Udo Schachtschneider im Hinblick auf alternative Pflanzen, die den Regen besser vertragen. Innerhalb des Betriebs hoffe man geschlossen auf ein Ausnahmejahr, denn derartige Regenmassen habe das Team in all den Geschäftsjahren noch nie erlebt.

Die Sonne fehlt

„Wir müssen in vier Wochen im Herbst und in acht Wochen im Frühjahr das Geld für das ganze Jahr verdienen. Um den Betrieb über Wasser zu halten und um unsere 40 Mitarbeiter zu bezahlen“, so der Gärtnermeister. Allerdings sei es durch den Regen und die fehlende Sonne teilweise zu einem Qualitätsverlust gekommen, da ohne eine Lichtquelle die Pflanzen nicht wachsen. Wie groß die entstandenen Schäden sind, könne man erst nach der Saison ermitteln. „Wir haben jedoch den Glauben noch nicht verloren. Irgendwie klappt es immer.“

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