Umgestaltung zum Park mit „Wegen des Lebens“

Auf dem alten Friedhof in Dötlingen rollen endlich die Bagger

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Im Zuge des Wegebaus lässt die Kirchengemeinde auf dem alten Friedhof auch gleich Leitungen für die spätere Beleuchtung mit verlegen. Hierfür wurde am Mittwoch ein Graben ausgebaggert.

Dötlingen - Von Tanja Schneider. Nach einigen Jahren der Planung und Vorbereitung ist nun der Startschuss zur Umgestaltung des alten Friedhofes gefallen. In dieser Woche begannen die Arbeiten auf dem rund 4700 Quadratmeter großen Areal im Herzen Dötlingens. Mit vielen Spenden, Zuschüssen und Eigenmitteln lässt die evangelische Kirchengemeinde einen Ort der Begegnung und Entspannung mit „Wegen des Lebens“ erstellen.

Pastorin Susanne Schymanitz ist froh, dass sich das Projekt nun endlich in der Realisierungsphase befindet. Sie hofft auf eine zügige Fertigstellung. „Die Bepflanzung soll im Herbst erfolgen“, erzählt sie. Einige Details wie beispielsweise die geplanten Tafeln, auf denen die Meilensteine im Leben beschrieben werden, folgen dann.

Barrierefreie Zugänge 

Den Auftrag für die Umgestaltung hat das Brettorfer Unternehmen Vega (Vegetationspflege und Gartenbau) erhalten, das nun die vom Dötlinger Gartengestalter Dirk Orth entworfenen Pläne umsetzt. Diese sehen zunächst das Anlegen von Wegen vor. Die Hauptpfade, die gepflastert werden, führen von der Bushaltestelle bis zum Butzenbarg sowie vom Bereich neben dem Kunsthaus aus quer über die Fläche. Beim Kunsthaus entsteht zudem ein neuer, barrierefreier Zugang samt Parkplatz. Hierfür sind die ersten Arbeitsschritte bereits getan, ein Stück Hecke ist gewichen, etwas Rasen wurde entfernt. Ein zweiter barrierefreier Zugang soll am Butzenbarg gebaut werden, wo der alte Friedhof derzeit nur über Steinstufen erreichbar ist. Ein Bereich der Treppe wird umgestaltet.

Im Zuge des Wegebaus verlegt das Vega-Team auch Leitungen mit. Schließlich soll der Park später eine Beleuchtung erhalten. Am Mittwoch rückte deshalb ein Mitarbeiter mit dem Bagger an und hob schon einmal einen Graben aus.

Vorhandene Grabstellen bleiben erhalten

Der Verlauf der Wege war zuvor mit Holzpflöcken abgesteckt worden. „Wir sind das Areal natürlich mit dem Planer und Vertretern des Gemeindekirchenrates noch einmal abgegangen, haben genau geschaut, wo nun die Pfade entlang führen und wo dann auch Bänke stehen sollen“, berichtet Schymanitz. Denn der alte Friedhof, der jahrzehntelang hauptsächlich als Abkürzung oder zum Gassigehen genutzt wurde, soll nach der Fertigstellung endlich zum Verweilen einladen. Für alles andere sei diese zentrale Fläche zu schade, waren sich die Gemeindekirchenratsmitglieder schon vor Jahren einig und hatten deshalb das Projekt, für das viele Absprachen mit dem Denkmalschutz notwendig waren, angeschoben.

Zudem galt es, das Projekt auf finanziell gesunde Füße zu stellen. Neben Spenden gab es einen Zuschuss der Gemeinde Dötlingen. Vor anderthalb Monaten verkündete die lokale „Leader“-Gruppe, dass EU-Fördermittel in Höhe von 36900 Euro fließen. Nun soll es – wenn das Wetter es zulässt – zügig mit den Arbeiten vorangehen. Entstehen soll ein Park, in dem sich alle gerne aufhalten und in dem auch dem Ort angemessene Veranstaltungen, beispielsweise ein Gottesdienst unter freiem Himmel, möglich sind.

Die noch vorhandenen Grabstellen bleiben erhalten. „Meilensteine“ sollen den „Weg des Lebens“ beschreiben – von der Geburt und der Taufe über die Konfirmation und Liebe bis hin zum Tod. Dies soll in Form von Anregungen und Informationen auf ansprechenden Tafeln geschehen.

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