Akustik-Musik-Duo „Timber“ begeistert mit Konzert unter freiem Himmel im Lopshof

Gleich drei kleine Premieren in Dötlingen

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Tim und Bernd Neuschwander alias „Timber“.

Dötlingen - Wenn Vater und Sohn zusammen Musik machen und für Konzerte ihre jeweiligen Lieblingsstücke zusammenstellen, ergibt das einen Mix, der Jung und Alt gleichermaßen begeistert. Das stellte das Oldenburger Duo „Timber“ am Sonnabend beim Dötlinger Gartenkultour-Musikfestival im ausverkauften Lopshof eindrucksvoll unter Beweis.

Tim und Bernd Neuschwander, aus deren Vornamen sich der Titel ihres gemeinsamen Musikprojekts ableitet, unterhalten ihr Publikum mit Gitarre, Gesang, Melodica und Cajon. „Ich habe für das heutige Konzert viel Musik aus meiner Generation mitgebracht, aber natürlich haben wir auch Songs aus der Jugendzeit meines Vaters im Gepäck“, kündigte Tim nach dem Auftakt aus einem instrumentalen Irish Traditional und „Save tonight“ von Eagle Eye Cherry an.

Für ihr Programm hatten die beiden eine abwechslungsreiche Mischung zusammengestellt. „Wir gehen zurück bis ins 12. Jahrhundert“, erklärte Tim Neuschwander – mit einem scherzhaften Seitenhieb auf das Alter seines Vaters. Während Letzteren seine 62 Jahre nicht davon abhielten, an Mikrophon und Gitarre absolut abzurocken, bewies Tim, dass schneller Rock seiner Stimme ebenso liegt wie samtweiche Balladen à la „Scarborough Fair“ von Simon & Garfunkel, dessen Melancholie er mit absoluter Gänsehaut-Beigabe herüberbrachte.

Vater und Sohn sangen meist zweistimmig, während sie sich auf Cajon und Gitarre begleiteten. Vor allem bei Folk-Stücken kam auch Tims Melodica zum Einsatz. Mit gleich drei Titeln feierten die Musiker in Dötlingen sogar Bühnenpremiere. Sowohl ein selbst zusammengestelltes Instrumentalstück aus keltischer Musik als auch „If you want to sing out sing out“ von Cat Stevens hatten sie zuvor noch nie vor Publikum gespielt. Ganz spontan hatten sie auch noch „The Scientist“ von Coldplay mit ins Programm aufgenommen. „Das Lied habe ich heute Morgen meinem Vater zum ersten Mal vorgespielt“, verriet Tim den Zuschauern. „Natürlich mit dem Hintergedanken, es heute Abend zu spielen – davon habe ich allerdings erstmal nichts gesagt.“ Als die beiden es dann probiert hätten, sei seine Mutter hereingekommen und habe ganz einfach bestimmt: „Das müsst ihr spielen.“ Der Applaus des Publikums im Lopshof gab ihr recht.

So wechselten während des zweieinhalbstündigen Konzerts Gänsehaut-Stimmung und Mitreißendes Schlag auf Schlag – unter anderem bei Songs von Bon Jovi, Bob Dylan, Daniel Powter, den Beatles oder The Passenger. „Unser Programm stellen wir jedes Mal ziemlich spontan zusammen“, erklärte Bernd Neuschwander, der mit sieben Jahren Banjo und mit neun Gitarre lernte und mittlerweile zum Urgestein der Oldenburger Folk-Szene zählt.

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