Licht- und Klangerlebnisse für gemütliches Snoezelen

Aktion „Glückspfennig“ unterstützt Norle-Projekt mit 3 500 Euro

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Marita Tzschoppe (r.) und Saskia Proft von der Norle zeigten Michael Wolf von Airbus den Snoezelen-Raum im Lopshof.

Dötlingen - Von Tanja Schneider. Die Sitz- und Liegeflächen sind ebenso weiß wie die Decke und Wände. Auf ihnen tanzen Sterne, auf Wunsch auch Wolken. In einer beleuchteten Wassersäule steigen bunte Blasen auf. In der anderen Ecke dreht sich eine Discokugel. „Mein persönliches Highlight ist die Faseroptik. Das ist quasi Licht zum Anfassen“, sagt Sozialarbeiterin Saskia Proft und zeigt die leuchtenden Stränge im neuen Snoezelen-Raum der Norle in den Räumen des Dötlinger Lopshofes.

Realisieren konnte die gemeinnützige Einrichtung dieses Projekt Dank einer Spende der Aktion „Glückspfennig“. Das Unternehmen Airbus und seine Beschäftigten unterstützten das Vorhaben mit 3 500 Euro. „Wir sind uns sicher, dass eine ganze Reihe von Menschen viele Jahre von diesem Raum profitieren wird“, sagte Michael Wolf, der beim Bremer Airbus-Werk für die Spendenaktion verantwortlich zeichnet, während eines Besuches am Montagnachmittag.

Proft und ihre Kollegin Marita Tzschoppe berichteten von Neuigkeiten in der Einrichtung. Vorstellen brauchten sie die Norle und den Lopshof nicht mehr. Denn Wolf war nicht das erste Mal vor Ort. „Wir sind wahrlich Glückspilze. Vor vier oder fünf Jahren haben wir schon einmal eine Spende erhalten. Damals für einen Klangpavillon“, so Tzschoppe. 

Lopshof passt genau in das „Glückpfennig“-Konzept

Durch die „Glückspfennig“-Aktion konnten laut Wolf seit dem Jahr 2001 fast 1 100 Institutionen mit mehr als vier Millionen Euro unterstützt werden. Das Geld stammt zur Hälfte von den Mitarbeitern, die jeden Monat die Centbeträge ihrer Nettobezüge zur Verfügung stellen. Der Konzern verdoppelt die Summe. „Bundesweit fördern wir so 50 bis 60 Projekte im Jahr rund um die Standorte Bremen, Hamburg, Stade und Buxtehude“, erläuterte Wolf. In erster Linie profitierten Vorhaben, die der Gesundheit dienen.

Der Raum im Lopshof passt genau in das „Glückpfennig“-Konzept. Das Wort „Snoezelen“ vereint die beiden niederländischen Verben „Snuffelen“ (kuscheln) und „doezelen“ (dösen). Dahinter steckt eine Entspannungsmethode, die nach Auskunft von Proft besonders für Menschen mit Beeinträchtigungen gut geeignet ist. Durch Licht- und Klangerlebnisse, oft verbunden mit einer Fantasiereise, sollen sie zur Ruhe kommen. Ein weiteres Ziel sei die Verbesserung der sensitiven Wahrnehmung. „Unsere ersten Erfahrungen sind gut. Wir möchten den Raum nun noch um ein Duftelement erweitern“, sagte Tzschoppe. Die Lichterlebnisse und Fantasiereisen stimmt Proft stets auf die Teilnehmer ab: „Mal steht die Ruhe im Vordergrund, mal erzähle ich eine Geschichte zur Stärkung des Selbstbewusstseins.“

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