Ein Abschied voller schöner Erinnerungen

Kindergarten Aschenstedt schließt nach 33 Jahren

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Das mit Muskelkraft betriebene Karussell war eines der Highlights beim Abschiedsfest am Sonnabendnachmittag.

Aschenstedt - Von Anja Nosthoff. Ein wenig Wehmut schwang schon mit beim bunten Abschiedsfest des Kindergartens Aschenstedt am Sonnabendnachmittag. Nach 33 Jahren schließt die Einrichtung der Anfang der 1980er-Jahre gegründeten Eltern- und Kinderinitiative nun zum 31. Juli ihre Türen. Endgültig.

1984 war der Kindergarten Aschenstedt eröffnet worden. „Der Hauptgrund für das Aus ist, dass die Kinderzahlen bei uns rückläufig sind“, erklärte Gründungsmitglied und Erzieherin Ursula Skerka-Wach. Außerdem seien die angemieteten Räumlichkeiten sowie die Spielgeräte auf dem Außengelände renovierungsbedürftig.

Tränen zeugen von wundervollen Jahren

Zum Abschiedsfest kamen Kinder, Eltern, Freunde, Verwandte, Erzieherinnen, Gründungsmitglieder und Ehemalige zusammen. Schon während der vielen herzlichen Begrüßungen der Festgäste standen Skerka-Wach angesichts der Mitbringsel und Erinnerungen hin und wieder Tränen der Rührung in den Augen. So wurde spürbar, dass ungezählte Menschen mit und in dem Kindergarten Aschenstedt eine schöne Zeit verbracht hatten. Und daran erinnerten sie sich auf dem Abschiedsfest gern zurück. 

Alle gemeinsam genossen einen fröhlichen Nachmittag bei Kuchen, Saft und Kaffee – mit Gitarrenmusik und Kinderliedern sowie mit einem muskelkraftbetriebenen Kinderkarussell als Highlight für die Kleinsten. Bei einer Tombola wurde bereits das erste aussortierte Spielzeug des Kindergartens unter die Leute gebracht und so einer sinnvollen weiteren Nutzung zugeführt.

Haushaltsauflösung Ende Juli

„Wir sind schon dabei, uns von einigen Dingen zu trennen“, berichteten die beiden Erzieherinnen Skerka-Wach und Susanne Kleemann. Einige der zuletzt 16 in der Einrichtung betreuten Mädchen und Jungen kommen noch bis zum 7. Juli in den Kindergarten Aschenstedt. Dann werden die angemieteten Räumlichkeiten restlos ausgeräumt. 

„In den letzten Juli-Wochen werden wir auf jeden Fall zur Haushaltsauflösung hierher einladen“, kündigte Skerka-Wach an.

Die Kindergartengruppe mit den zwei Erzieherinnen ist für 18 Kinder ausgelegt. „Die Initiative hatte sich ursprünglich in Wildeshausen aus zugezogenen jungen Familien gebildet“, berichtete Skerka-Wach in einem Rückblick. Ziel sei es gewesen, aus der Eltern- und Kinderinitiative einen alternativeren Kindergarten aufzubauen. „Ganz am Anfang waren wir in Räumlichkeiten über der Markt-Apotheke in Wildeshausen. Dann wurde das Gebäude hier in Aschenstedt von uns entdeckt“, erzählte sie.

Eltern haben viel Kraft in die Instandhaltung investiert

Die Räumlichkeiten der alten Dorfschule in Aschenstedt wurden 1984 von der Eltern- und Kinderinitiative angemietet. Gebäude und Außengelände haben seitdem die Eltern instandgehalten – zu einem großen Teil in Eigenleistung. „Der Kindergarten lief damals sehr gut an“, erinnerte sich Skerka-Wach. In den 90er-Jahren habe es sogar noch vermehrt Zulauf gegeben, da nebenan eine neue Siedlung entstand, in die viele junge Familien zogen. „Mittlerweile ist sie ,ausgewachsen'“, gab Ursula Skerka-Wach eine Erklärung für die zuletzt rückläufigen Kinderzahlen.

Seit den 90er-Jahren habe es aufgrund der Entstehung der Siedlung auch stets Zuschüsse für die Einrichtung seitens der Kommune gegeben. „Wir wurden seitdem so unterstützt wie jede andere Einrichtung in der Gemeinde und waren hier nun lange Zeit der kleinste Kindergarten“, blickte Skerka-Wach zurück. Zum Abschiedsnachmittag fanden sich auch Dötlingens Bürgermeister Ralf Spille und seine Frau am Kindergarten ein. Vater Hartmut Meyer sorgte mit seiner Gitarre und mit Kinderliedern, die alle gemeinsam sangen, für die musikalische Gestaltung des Festes.

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