Kollegen und Kirchenratsmitglieder überraschen Küster Rudi Zingler

Abschied mit einer Runde durchs Dorf

Überraschung gelungen: In einer Rikscha ging es für Küster Rudi Zingler an seinem offiziell letzten Arbeitstag durch Dötlingen. Neben ihm durfte seine Frau Anni Platz nehmen. Mitarbeiter der Kirche sowie Mitglieder des Gemeindekirchenrates begleiteten das Paar.
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Überraschung gelungen: In einer Rikscha ging es für Küster Rudi Zingler an seinem offiziell letzten Arbeitstag durch Dötlingen. Neben ihm durfte seine Frau Anni Platz nehmen. Mitarbeiter der Kirche sowie Mitglieder des Gemeindekirchenrates begleiteten das Paar.

Dötlingen – Die Überraschung war Rudi Zingler anzusehen: Als ihn seine Kollegen sowie Mitglieder des Gemeindekirchenrates am Freitag zu seinem offiziell letzten Arbeitstag mit Trecker und Rikscha zu Hause abholten, fiel bei dem Küster so mancher Groschen. Plötzlich wusste der Dötlinger, warum seine Tochter Kerstin da war, wieso er am Morgen keine Besorgungen erledigen sollte, und warum seine Frau Anni entsetzt fragte: „Du willst doch heute nicht deine Arbeitsklamotten anziehen?“ Da habe er sich schon gewundert. „Das kam mir alles recht komisch vor“, gestand Zingler.

Die Überraschung war den beiden Pastorinnen Susanne Schymanitz und Claudia Hurka-Pülsch, Organist Markus Häger, weiteren Kirchenmitarbeitern sowie Gemeindekirchenratsmitgliedern also gelungen. Gemeinsam hatten sie Rikscha und Trecker mit Blättern und Blumen geschmückt. „Danke Rudi“ stand in bunten Buchstaben an der Front. „Wir wollen dich gebührend verabschieden und mit dir eine kleine Runde durchs Dorf drehen“, erklärte Schymanitz dem künftigen Rentner. Bevor dieser mit seiner Frau Anni auf der Bank der Rikscha Platz nahm, versicherte er sich aber erst einmal, ob auch alles gut befestigt ist. Es folgte eine kurze Warnung von Heinrich Schulenberg, der den Trecker fuhr: „Es kann gleich etwas ruckeln“ – dann ging es los.

Über die Straße „Am Steingrab“ und den Rittrumer Kirchweg bahnte sich der kleine Umzug seinen Weg in Richtung Kirche. „Auf diese Weise kannst du deine Gemeinde noch einmal genießen“, so Schymanitz. Ziel war der gedeckte Frühstückstisch im Schatten von St. Firminus. „Wir wollen schön zusammensitzen, Rudis Zeit Revue passieren lassen, und dann steht auch noch die Dienstbesprechung an“, berichtete die Pastorin.

Der 63-jährige Zingler steht seit 48 Jahren im Berufsleben. Davon hat er fast 24 Jahre lang als Küster in Dötlingen gearbeitet. Einen großen Teil seiner Dienstzeit hat er auf dem Friedhof verbracht. Aber auch das tägliche Auf- und Abschließen der Kirche, die Vorbereitung von Gottesdiensten und anderen kirchlichen Veranstaltungen sowie die Projektarbeit mit Konfirmanden gehörte zu seinen Aufgaben. Und diese wird er aufgrund einer Verletzung seines Nachfolgers Christian Hoffrogge nun auch noch ein paar Wochen länger ausüben.

Die offizielle Verabschiedung von Zingler aus dem Küsterdienst ist im Rahmen des 10-Uhr-Gottesdienstes am Sonntag, 30. August, geplant – bei schönem Wetter draußen auf dem Dötlinger Kirchplatz.

Von Tanja Schneider

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