Aber dann ging es per Rad zum Arboretum

Gottesdienst doch in der Kirche

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Olaf Schachtschneider erklärte sein Arboretum.

Dötlingen - Für die Premiere des „Fahrrad-Gottesdienstes“ hatten sich die Dötlinger eigentlich besseres Wetter gewünscht, doch ihre Laune ließen sich rund 60 Besucher dennoch nicht verderben. Angesichts des Regens wurde der Gottesdienst ganz traditionell in der Kirche gefeiert. Die Chöre, die an den zwei Stationen der Fahrradtour singen oder musizieren sollten, waren deshalb ebenfalls im Gotteshaus. „Das hat sehr gut geklappt“, sagte Pastorin Claudia Hurka-Pülsch. „Und es war eine schöne Stimmung.“ Mit dabei waren der Männergesangverein, der Posaunenchor, das „Chörchen“ und der Gemischte Chor.

Als der Gottesdienst zu Ende war, klarte es auf, und die Besucher konnten weitestgehend trocken zum Arboretum von Olaf Schachtschneider radeln. Der Gärtnermeister war auf die Idee zu dem besonderen Gottesdienst gekommen.

Jeder der Gäste hatte etwas zu essen mitgebracht, die Getränke wurden von Familie Schachtschneider gestellt. Wer die Tour per Fahrrad nicht bewältigen konnte, hatte die Gelegenheit, in einem Kremser zu fahren. So waren schließlich auch einige betagtere Besucher im Arboretum zu Gast und hörten sich an, was Schachtschneider zu erzählen hatte.

Das Grundstück in Hockensberg hatten Olaf Schachtschneiders Eltern nämlich bereits vor knapp 50 Jahren erworben, um dort eine Baumschule zu errichten. Am anderen Standort war es damals zu trocken gewesen. Später bauten die Schachtschneiders dort auch Salat und Gemüse an. „Aber wir wollten ja nicht jeden Tag Grünzeug essen“, erzählte der Gärtner launig. „Da habe ich mir gedacht, dass wir auf diesem ein Hektar großen Gelände ein Arboretum anlegen können.“

Mittlerweile wachsen auf dem Grundstück mit zwei Tümpeln viele besondere Birken, die man an der Stammfarbe erkennen kann. „Vor einigen Monaten haben wir dann viele gewöhnliche Bäume gefällt“, berichtete Schachtschneider. Unter dem Motto: „Du bist zu normal, du musst weg“, ließen er und einige Freunde die Motorsäge kreischen. „So haben wir eine große Lücke geschaffen. Aber Sie wissen ja, ein Gärtner pflanzt da schnell nach.“

So hat Schachtschneider mittlerweile 60 unterschiedliche Magnolien ebenso in die Erde gebracht wie Schein-Kamelien. „Ich dachte, es gibt davon nur 20 verschiedene Sorten“, gestand er. „Aber offensichtlich gibt es viel mehr.“ Somit dürften noch einige neue Bäume im Arboretum ihren Platz finden.

dr

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