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Jahreshauptversammlung der Ortswehr Neerstedt: 3 842 Dienst- und Einsatzstunden in 2021

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Beförderungen bei der Ortsfeuerwehr Neerstedt (v.l.): Thore Güldner, Antje Oltmanns, Falk Herrmann, Annika Spille, Christian Feldhaus, Alexandra Jordt, Lukas Claußen, Tino Kupner, Carl Leffers, Lennart Bruns, Niels Neunaber, Fabian Schnitger, Malte Grotelüschen, Heiner Ulrich und Martin Einemann.
Beförderungen bei der Ortsfeuerwehr Neerstedt (v.l.): Thore Güldner, Antje Oltmanns, Falk Herrmann, Annika Spille, Christian Feldhaus, Alexandra Jordt, Lukas Claußen, Tino Kupner, Carl Leffers, Lennart Bruns, Niels Neunaber, Fabian Schnitger, Malte Grotelüschen, Heiner Ulrich und Martin Einemann. © Feuerwehr neerstedt

Neerstedt – Nach zwei Jahren Pandemie konnte die Ortsfeuerwehr Neerstedt kürzlich ihre Jahreshauptversammlung in Präsenz abhalten. Zahlreiche Wahlen, Beförderungen und Ehrungen standen an, schreibt Pressewart Patrick Zerbst in einer Mitteilung.

„Mit 3 842 Dienst- und Einsatzstunden haben wir mehr als 2020 geleistet, aber wir sind noch weit weg von den Jahren vor Corona“, begann Ortsbrandmeister Martin Einemann seinen Jahresrückblick. „32 Einsätze haben wir 2021 abgearbeitet.“ Große Sturmlagen, Starkregenereignisse oder größere Brände seien ausgeblieben, so Einemann. „Von den 19 Brandeinsätzen waren leider acht Fehlalarme dabei.“ Davon musste die Ortsfeuerwehr sieben Mal zur Fachklinik Oldenburg Land ausrücken. Die Fachklinik hatte im Februar 2021 eine neue Brandmeldeanlage bekommen.

Zwei Autobrände in 2021

Von 13 Hilfeleistungseinsätzen in 2021 waren zwei Verkehrsunfälle, so Zerbst weiter. Im vergangenen Jahr wurde die Ortsfeuerwehr zu zwei Autobränden alarmiert. Der erste Vorfall Ende Januar am Kreisverkehr sei bei Weitem nicht so spektakulär gewesen wie der Ende Mai am Weher Wald. „Nach dem Tankstellenüberfall in Kirchhatten haben die Täter das Fluchtfahrzeug im Weher Wald abgestellt und angezündet“, so Einemann. Nur aufgrund zweier „ortskundiger Feuerwehrkameraden“ konnte der Brandort entdeckt werden.

Seit Mitte März vergangenen Jahres werden die Atemschutzträger durch die Anschaffung von leichteren Atemluftflaschen entlastet, heißt es weiter.

Bürgermeisterin spricht über Haushaltsplanung

Veränderungen gab es im Gemeindekommando: Am 28. September wurde Patrick Köhrmann einstimmig als Nachfolger von Björn Cording zum Gemeindeatemschutzwart gewählt. Ebenfalls einstimmig fiel die Wahl von Patrick Zerbst zum Gemeindepressewart aus. Er tritt die Nachfolge von Jannis Wilgen an. Im Anschluss berichtete Jugendfeuerwehrwart Jost Poppe in seinem Jahresrückblick über die Aktivitäten der Jugendfeuerwehr. „Das Jahr 2021 begann für die Jugendfeuerwehr Neerstedt pandemiebedingt erst nach mehr als acht Monaten Dienstpause Ende Juni.“ Aufgrund der danach geltenden Dienstanweisung konnte der Dienstbetrieb bis zum Ende des Jahres aufrechterhalten werden. Insgesamt wurden 17 Dienste feuerwehrtechnischer Ausbildung absolviert. Aufgrund der fortlaufenden Pandemie gab es keine Veranstaltungen auf Orts- und Kreisebene. Ebenfalls das geplante Zeltlager in Huntlosen wurde zum zweiten Mal in Folge abgesagt.

Den Jahresabschluss beging die Jugendfeuerwehr im Gerätehaus. Insgesamt 105 Dienststunden hatte die Altersabteilung im Jahr 2021 geleistet.

Dötlingens Bürgermeisterin Antje Oltmanns habe in ihrer Ansprache die wichtige Aufgabe der Freiwilligen Feuerwehr für die Gemeinde und deren Beständigkeit betont, so Zerbst. Darum möchte sie zukünftig mit der Politik die Feuerwehr besuchen. Ebenfalls bedankte sie sich beim Förderverein für dessen Engagement.

Anschließend nahm Oltmanns laut Mitteilung Bezug auf die Haushaltsplanung. „Die Haushaltsmittel sind knapp und wir müssen sparen“, sagte sie. „Die Situation stellt sich so da, dass der Haushalt für 2022 noch nicht genehmigt ist. Das heißt, wir befinden uns in einer haushaltslosen Zeit, wir können also noch keine Investitionen tätigen. Auch die nicht, die von der Politik im vergangenen Jahr beschlossen wurde.“ Dennoch freue sie sich, bald das neue Mannschaftstransport-Fahrzeug an die Feuerwehr übergeben zu können.

In diesem Jahr soll es wieder eine FFN-Fete geben

Gemeindebrandmeister Heiner Ulrich sei unter anderem auf die Erschwernisse durch die Pandemiesituation eingegangen: „Auch 2021 stellte als zweites Corona-Jahr in Folge die Feuerwehren in unserer Gemeinde auf die Probe.“ Es sei dennoch gelungen, die Einsatzfähigkeit der drei Ortsfeuerwehren der Gemeinde zu jeder Tages- und Nachtzeit zu gewährleisten. Dies sei der besonderen Disziplin innerhalb der drei Ortsfeuerwehren zu verdanken.

Thore Güldner, Vorsitzender des Ausschusses für Brandschutz, lobte die Einsatzbereitschaft der Ortsfeuerwehr Neerstedt und betonte, dass das Ausführen eines Ehrenamts der Freiwilligen Feuerwehr nicht selbstverständlich sei.

Zum Schluss kündigte der Förderverein Feuerwehr Neerstedt „in freudiger Erwartung an“, dass am 10. September wieder eine FFN-Fete veranstaltet werden solle, heißt es in der Pressemitteilung abschließend.

Wahlen, Ehrungen und Beförderungen

Folgende Feuerwehrleute wurden durch Wahlen neu in ihre Ämter gewählt: erster Gerätewart Patrick Jordt, zweiter Gerätewart Timo Schneidewind. Folgende Freiwillige wurden durch Wiederwahlen in ihren Ämtern bestätigt: Atemschutzgerätewart Benjamin Stresow, Schriftführer Tim Padeken, Pressewart Patrick Zerbst, Jugendfeuerwehrwart Jost Poppe, sein Stellvertreter ist Tim Padeken, Sicherheitsbeauftragter Christoph Ratz und Festausschuss Carl Leffers. Für ihre langjährige Mitgliedschaft sind Benjamin Stresow für 25 Jahre, Malte Grotelüschen für 25 Jahre und Heino Franz für 70 Jahre geerht worden.

Beförderungen standen ebenfalls an: Lennart Bruns wurde zum Oberfeuerwehrmann, Lukas Claußen zum Feuerwehrmann, Christian Feldhaus zum Hauptfeuerwehrman Malte Grotelüschen zum Oberbrandmeister, Falk Herrmann zum Feuerwehrmann, Alexandra Jordt zur Oberfeuerwehrfrau, Tino Kupner zum Feuerwehrmann und Carl Leffers zum Hauptlöschmeister befördert. Niels Neunaber trägt nun den Dienstgrad des Löschmeisters. Zudem wurden Florian Schemionek zum Feuerwehrmann, Fabian Schnitger zum Oberfeuerwehrmann, Annika Spille zur Feuerwehrfrau sowie Jeff Widner zum Oberfeuerwehrmann befördert.

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