72-Stunden-Aktion: Pflastern, pflanzen, Bänke und Schachbrett bauen

Landjugend benötigt dringend noch helfende Hände

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Am Nachmittag fuhr auch der Betonmischer am Neerstedter Steinweg vor.

Dötlingen - Von Tanja Schneider. Der Kinderspielplatz am Steinweg in Neerstedt hat sich im Zuge der 72-Stunden-Aktion der Landjugend Dötlingen innerhalb kürzester Zeit in eine Baustelle verwandelt. Überall finden sich Spaten, Schubkarren und Wasserwaagen. Während von einem Anhänger Sand abgeladen wird, rückt bereits der nächste Lastwagen mit Pflastersteinen an. Palette um Palette schaffen die Landjugendlichen auf das Gelände. Kaum ist der Laster weg, biegt der Betonmischer um die Ecke.

Der Vorsitzende Dietz Wiechers ist erleichtert. „Dann hat ja gleich jeder wieder etwas zu tun“, meint er. Denn Pausen, in denen die Landjugendlichen auf Material warten müssen, können sie sich angesichts der zu bewältigenden Aufgabe nicht leisten. Bis Sonntag, 18 Uhr, müssen sie das Gelände in einen Mehrgenerationenplatz verwandelt haben. Dann endet die 72-Stunden-Aktion, zu der die Niedersächsische Landjugend alle vier Jahre aufruft.

Wie der Platz anschließend aussehen soll, zeigt ein Plan, der am aufgestellten Bauwagen hängt. Er dient als Büro und Schutz vor möglichem Regen. Während sämtliche Spielgeräte und der Rodelhügel für den Nachwuchs erhalten bleiben, wird rund die Hälfte des Platzes komplett umgestaltet. „Wir haben nach der Aufgabenverkündung noch ordentlich gebuddelt“, berichtet Carl Leffers. Bis 22 Uhr war die Landjugend am Donnerstag am Werk. Aus Rücksicht auf die Nachbarn ging es dann am Freitag um 7.30 Uhr weiter. Deutlich zu erkennen sind bereits ein neuer Weg und eine Fläche, auf der später die von der Gemeinde zur Verfügung gestellten Bewegungsgeräte installiert werden sollen. „Wir müssen alles pflastern, zudem kommen unter die Geräte spezielle Fallschutzmatten, die auch mit dem Rollstuhl oder Rollator befahrbar sind“, so Leffers. Diese stellten die Landjugend vor eine besondere Herausforderung. „Denn sie sind keine Lagerware“, meinte der Neerstedter.

Die Bewegungsgeräte, ein Fahrradpedal, einen Rumpfbeuge- sowie einen Liegestütztrainer, haben die Mitglieder schon zusammengebaut. Was noch fehlt sind ein Schachtisch, Stühle und Bänke. „Die müssen wir selbst bauen“, so Wiechers, der dafür auf Unterstützung hofft. „Ohnehin können wir helfende Hände noch dringend gebrauchen. Daran mangelt es diesmal ein wenig.“ Da die Landjugendlichen schon voll ausgelastet sind, packen die Landfrauen bei der Gestaltung der Beete mit an – und auch das Landvolk ist dabei und will bei einer Bank behilflich sein. „Die Materialien haben wir dank der hiesigen Firmen schon zusammen“, so Wiechers. Da aber nicht alles für lau ist, ist auch finanzielle Unterstützung gern gesehen.

Am Sonntag um 18 Uhr soll der Platz eingeweiht werden. Dann sind alle Nachbarn, Helfer und Sponsoren an den Steinweg eingeladen.

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