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373 Haushalte kriegen Glasfaser

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Von: Lara Terrasi

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Um das Thema Breitbandausbau in der Gemeinde Dötlingen ging es unter anderem während der Ausschusssitzung. symbol
Um das Thema Breitbandausbau in der Gemeinde Dötlingen ging es unter anderem während der Ausschusssitzung. symbol © dpa

Neerstedt – Schnelles Internet wünscht sich fast jeder: Wie wichtig es ist, ist während der Corona-Pandemie noch einmal deutlicher geworden: Man denke nur an Homeoffice und Homeschooling. In der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Infrastruktur und Energie der Gemeinde Dötlingen im Neerstedter Rathaus ging es unter anderem um das Thema Breitbandausbau.

Grundlage dafür bildete ein gemeinsamer Antrag der Dötlinger CDU- und FDP-Fraktionen, den sie im Februar gestellt hatten. Laut Sitzungsvorlage wurde der Antrag während der Sitzung des Verwaltungsausschusses am 3. März vorberaten.

Reiner Fürst, Leiter der Kämmerei des Landkreises Oldenburg, berichtete dem Gremium über den Breitbandausbau. Dabei ging er auf drei Projekte ein: Spatenstich für das erste war am 18. Januar 2018, Bauabschluss am 20. Dezember 2019. 384 Privatadressen in Dötlingen wurden mit FTTC („Fibre to the curb“) angeschlossen. „Das bedeutet Glasfaser bis zum Kabelverzweiger und von dort dann über Kupfer weiter“, erklärte der Kämmerer während der hybriden Sitzung. 36 Gewerbeadressen in der Gemeinde Dötlingen bekamen FTTB („Fibre to the Building“). Das bedeutet, dass die Glasfaserleitung bis in das Gebäude verlegt wird.

Bauabschluss des zweiten Projektes war Ende Dezember 2021, Spatentisch war am 31. Januar 2020. Für die Gemeinde bedeutete das 68 Privatadressen, die direkt mit Glasfaser angeschlossen wurden. „Genauso wie die beiden Grundschulen Dötlingen und Neerstedt, die auch mit angeschlossen wurden“, so der Kämmerer. Der Eigenanteil der Kommune lag bei 116 000 Euro.

Der Spatenstich für das dritte Projekt (Gewerbegebiete) war am 1. April dieses Jahres. Von 25 geförderten Gewerbegebieten im Landkreis Oldenburg befinden sich zwei in der Gemeinde Dötlingen – in Aschenstedt und Brettorf. Mit dem Bauende wird im zweiten Quartal 2023 gerechnet, ist der Anlage zur Sitzung zu entnehmen. Wie berichtet, erfolgte Anfang April ein symbolischer Spatenstich auf dem Gelände der Firma Agrarfrost in Aldrup. Bis Mitte des kommenden Jahres sollen rund 570 Adressen im Landkreis an das Glasfasernetz angeschlossen worden sein.

„Am 4. April war es uns dann möglich, bei Privatkunden einen Zuschlag zu erteilen für Adressen bis zur letzten Milchkanne“, berichtete Fürst. Das Problem sei aber, dass das Förderverfahren nur die Adressen beinhaltet, die eine Verbindung unter 30 Mbit haben, informierte er weiter. Dabei handelt es sich in der Gemeinde Dötlingen um 373 Adressen. „Dafür müssen 70 bis 75 Kilometer Tiefbau betrieben werden.“ Das Projekt befinde sich momentan in der Antragskonkretisierung. Bei den Gewerbegebieten liegt der Eigenanteil für die Kommune bei 49 300 Euro, bei den Privatkunden bei circa 900 000 Euro.

Bei den bisher noch unterversorgten Privatkunden gehe es um den Glasfaseranschluss bis 2025. Das seien im Landkreis etwa 3 550 Adressen. Dafür müssten 900 Kilometer Tiefbau erfolgen, so Fürst. Alle Ausschussmitglieder stimmten dafür, dass die Ausführungen zur Kenntnis genommen werden.

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