Ursache noch unklar 

Toter Biber an der Hunte in Dötlingen entdeckt

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Ein Angler hat diesen leblosen Biber am 13. Oktober an der Hunte hinter der Dötlinger Grundschule gefunden. Eine Untersuchung der Todesursache steht laut der Kreisverwaltung noch aus.

Dötlingen - Von Tanja Schneider. Mit der steten Verbesserung der Fließgewässer war vor Jahren auch der Biber an die untere Hunte zurückgekehrt. Wie viele Exemplare sich genau im Bereich Dötlingen/Wildeshausen tummeln, ist unklar. Seit dem 13. Oktober ist es aber ein Tier weniger. Denn Angler haben im Uferbereich hinter der Dötlinger Grundschule einen leblosen Biber gefunden.

Wie Renate Wilgen vom Amt für Naturschutz und Landschaftspflege am Freitag auf Nachfrage unserer Zeitung bestätigte, hat der Landkreis Oldenburg ein totes Jungtier in Obhut genommen und verwahrt es bis zur Abholung zwecks genauer Untersuchungen. „Die Todesursache muss also erst noch ermittelt werden“, so Wilgen. Ebenfalls solle geprüft werden, aus welcher Population das Tier stammt. „Es gibt beispielsweise Elbebiber oder auch Tiere aus einer polnischen Linie“, erklärte sie.

Laut Ralf Siemer, Naturschutz- und Umweltbeauftragter beim Fischereiverein Wildeshausen, wirkte der gefundene Biber äußerlich unversehrt. Siemer war an dem Sonnabend von einem Vereinsmitglied informiert worden, das den Kadaver beim Angeln entdeckt hatte. „Es handelte sich um ein nicht ausgewachsenes Tier mit einer Größe von rund 90 Zentimetern“, erzählte er. „Und es war definitiv nicht der Biber, den ich vor etwa vier Wochen an der Hunte gesehen habe“, ergänzte Siemer mit Blick auf das deutlich dunklere Fell des toten Exemplares.

Im Rahmen eines Gutachtens, das der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) angesichts des geplanten Anschlusses des Altarms „Der große Sorre Ort“ in Auftrag gegeben hatte, war nur ein Biber offiziell bestätigt worden. Fraßspuren und Sichtungen weisen allerdings auf weitere Artgenossen hin. „Zwischen der Wildeshauser Eisenbahnbrücke und Ostrittrum sehen unsere Mitglieder immer wieder Biber – und zwar nicht nur Einzeltiere, sondern auch Familien“, betonte Siemer.

Das 2015 tot aufgefundene Weibchen mit einer Größe von 1,18 Meter und einem Gewicht von 25 Kilogramm ist übrigens präpariert worden und ab Sonntag, 4. November, in der Sonderausstellung „Erzähl mir vom Tier“ des Landesmuseums Natur und Mensch in Oldenburg zu sehen.

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