Preis für Modell „Leben Zuhause, solange wie möglich“

Dötlingen ist ein „Ort mit Zukunft“

Dieses von der Gemeinde erstellte Plakat legte Elke Brunotte der Bewerbung bei.

Dötlingen - (ts) · Die Freude und auch die Überraschung waren groß: Dötlingen gehört zu den insgesamt sechs Preisträgern des Wettbewerbs „Orte mit Zukunft – Nicht ohne Netzwerke“, den der Kommunalverbund Niedersachsen/Bremen ausgelobt hatte. Elke Brunotte und Bürgermeister Heino Pauka konnten die Auszeichnung für das „Dötlinger Modell“ gestern Abend im „Haus der Wissenschaft“ in Bremen entgegennehmen.

Für Elke Brunotte, Leiterin des Sozial- und Ordnungsamtes der Gemeinde, kam die Nachricht höchst unerwartet. Kurz vor Einsendeschluss Ende September hatte sie noch Unterlagen beim Kommunalverbund eingereicht und damit das „Dötlinger Modell – Leben Zuhause, solange wie möglich“ ins Rennen geschickt. Umso größer war gestern die Freude, als das Modell als „vorbildlich und für die Region sehr gut übertragbar“ gelobt wurde.

Ausgezeichnet wurden gestern Projekte und Lösungen zu Fragen des demografischen Wandels, die über kooperative, innovative oder auf andere Orte übertragbare Ansätze verfügen. Knapp 30 Wettbewerbsbeiträge waren eingegangen. Neben Dötlingen verlieh der Kommunalverbund in Kooperation mit dem Bremer Senator für Umwelt, Bau, Verkehr und Europa auch Preise an Projekte aus Weyhe, Twistringen, dem Landkreis Osterholz und Bremen.

Mit den insgesamt sechs Sachpreisen im Wert von 5 000 Euro sollen weitere Arbeiten der Netzwerke und Initiativen angeschoben werden. „Wir möchten mit dem Preis eine Bedarfsabfrage unter den Senioren und eine Anfang kommenden Jahres geplante Börse unterstützen“, verriet Brunotte, die das „Dötlinger Modell“ federführend begleitet hat. Ziel ist es, älteren Menschen so lange wie es geht, das Leben zu Hause zu ermöglichen. Dazu bedürfe es nicht nur einer medizinischen Versorgung, Betreuung und Pflege, ebenfalls sollen Beratungen und Angebote für Senioren, zum Beispiel im Sport- und Freizeitbereich, gefördert und öffentlich gemacht werden.

„Es war an der Zeit, dass wir uns darüber Gedanken machen, wie wir älteren Einwohnern einen schönen Lebensabend in unserer Gemeinde bereiten können“, sagt Brunotte. Die Anfänge dazu wurden bereits 2008 gemacht. Mit Blick auf den demografischen Wandel hatte sich eine Arbeitsgruppe zu drei Workshops getroffen und sich intensiv mit dem Thema „Wohnsituation von Älteren“ beschäftigt.

Zudem hatten sich alle in der Gemeinde, die etwas mit Seniorenarbeit zu tun haben – von Ärzten, Apotheken und Pflegediensten über die Kirche und Betreuungseinrichtungen bis hin zu Sportvereinen – an einen Tisch gesetzt. „Wir wollten zusammentragen, was wir in der Gemeinde für ältere Menschen haben und was noch fehlt“, erklärt Brunotte. Schnell wurde klar: Es muss ein Netzwerk entstehen, in dem Hauptamtliche und Ehrenamtliche zusammenarbeiten, um so eine bessere Beratung, Betreuung und ein breites Spektrum an Angeboten gewährleisten zu können. Unter Dr. Manfred Schwarz wurde außerdem die medizinische Versorgung in der Gemeinde beleuchtet. Er machte den Vorschlag, den Bedarf nach einer Gemeindeschwester zu ermitteln (wir berichteten).

„Wir haben dann alle Informationen an eine Klasse der BBS Wechloy gegeben, die die Eckdaten zusammengefasst hat“, berichtet Brunotte. Diese legte sie der Bewerbung an den Kommunalverbund ebenso bei, wie die Pläne zu einer Börse Anfang kommenden Jahres, auf der sich alle im Seniorenbereich Tätigen vorstellen können. „Und auch unser Plakat habe ich mitgeschickt“, sagt sie. Darauf sind nicht nur die Ziele und Ideen des „Dötlinger Modells“ zu lesen, sondern auch Margrit und Karl-Hans Stolle aus Nuttel zu sehen. Sie engagieren sich selbst ehrenamtlich und willigten gerne ein, sich für das Plakat fotografieren zu lassen.

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