Komitee hat Dorf als deutschen Teilnehmer für „Entente Florale“ ausgewählt / Jurybereisung in der ersten Julihälfte

Dötlingen bei Europa-Wettbewerb dabei

Wenn die Bewertungskommission im Juli durch Dötlingen reist, grünt und blüht auch alles wieder, wie im Juni während des Aktionstags der Gartenkultour. · Archivfoto: Schneider
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Wenn die Bewertungskommission im Juli durch Dötlingen reist, grünt und blüht auch alles wieder, wie im Juni während des Aktionstags der Gartenkultour. · Archivfoto: Schneider

Dötlingen - Von Tanja SchneiderJetzt hat Dötlingen die Chance, auch auf Europa-Ebene zu punkten und Golddorf zu werden: Das Komitee von „Entente Florale“ hat Dötlingen als deutschen Teilnehmer für den Europa-Wettbewerb der internationalen Vereinigung AEFP ausgewählt. Eine große Ehre, schließlich sind aus jedem der zwölf Teilnehmerländer nur jeweils eine Stadt und ein Dorf dabei. „Die Freude ist natürlich riesig, auch wenn nun jede Menge Arbeit auf uns zukommt“, sagte Eckehard Hautau vom Organisationsteam, nachdem ihn gestern die frohe Kunde erreicht hatte.

Einen Vorgeschmack darauf, was die Dötlinger im Rahmen des Wettbewerbs erwartet, erhielten sie bereits in der vergangenen Woche. Noch vor der Entscheidung des Komitees war Dr. Lutz Wetzlar, der seit 2004 deutsches Mitglied in der internationalen Jury von „Entente Florale“ ist, im Neerstedter Rathaus zu Gast und informierte über die Abläufe des Wettbewerbs sowie die Bewertungskriterien. Denn die Dötlinger hatten bereits geahnt, dass bei der Bekanntgabe der Teilnehmer ihr Dorfname fallen könnte. Wie berichtet, war Dötlingen vom Komitee selbst aufgefordert worden, sich doch für „Entente Florale“ zu bewerben.

Wie beim Bundeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ wird eine Jury die teilnehmenden Städte und Gemeinden bereisen. Die insgesamt rund 30 Vertreter aus den Bereichen Landschaftsentwicklung, Tourismus und auch Umwelt werden an 40 Tagen in ganz Europa unterwegs sein. In Dötlingen ist die Bereisung, die auf Englisch stattfindet, für die erste Julihälfte geplant. Vier Stunden haben die Organisatoren dann Zeit, die Jury von den Schönheiten des Dorfes zu überzeugen. Der Schwerpunkt liegt diesmal allerdings nicht auf der Zukunftsfähigkeit, sondern auf der „grünen“ Darstellung des Ortes. So umfasst der Bereich „Grün“ im Kriterienkatalog die Hälfte der möglichen Punkte. Bis Mitte Mai müssen die Dötlinger der Jury bereits einen Bereisungsplan, Kurzinfos zum Dorf sowie einen eigens erstellten Ortsprospekt zukommen lassen.

Während des Treffens im Rathaus, an dem neben dem Bürgermeister und Mitgliedern des Bürger- und Heimatvereins auch Gartenbau- und Pflanzenexperten aus der Gemeinde teilnahmen, gab Wetzlar nützliche Tipps. Unter anderem riet er den Dötlingern, Aspekte wie den Huntewasser-Schutz, Photovoltaik auf öffentlichen Dachflächen und die Auszeichnung der Grundschule zur Umweltschule während der Bereisung zu berücksichtigen. Zudem machte er den Vorschlag, das Konzept des Lopshofs für den Sonderpreis „Engagement von Kindern und behinderten Menschen im Einklang mit Natur und Landschaft“ besonders zu beschreiben.

Wichtiger Punkt – nicht nur für die Jury – ist das Bürgerengagement. „Wir wollen die Einwohner miteinbeziehen und planen deshalb für Mitte März eine Bürgerversammlung“, berichtete Hautau, der in dem Wettbewerb eine Chance für die gesamte Gemeinde sieht. Denn im Falle eines erfolgreichen Abschneidens könnte besonders der Bereich Tourismus profitieren.

Die Abschlussveranstaltung von „Entente Florale“ mit Vergabe der Medaillen in Bronze (ab 65 Punkte), Silber (ab 75 Punkte) und Gold (ab 85 Punkte) ist noch in diesem Jahr, vom 13. bis zum 16. September im niederländischen Venlo.

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