Unterbringung von Asylbewerbern im ehemaligen Kindergarten könnte Probleme bringen / Klares Signal für die Zukunft gefordert

DLRG macht sich Sorgen um Jugendarbeit

Franz Bahlmann, Marco Hake, Carsten Petermann und Jens Bührmann (v.l) mit Maulwurf „Willi“ vor dem ehemaligen Stadtkindergarten. ·
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Franz Bahlmann, Marco Hake, Carsten Petermann und Jens Bührmann (v.l) mit Maulwurf „Willi“ vor dem ehemaligen Stadtkindergarten. ·

Wildeshausen - Lebensretter in Not: Die DLRG in Wildeshausen bangt um ihre Zukunft und ihr Domizil. Nachdem die Gruppe wegen des Kurbadabrisses ihre angestammt Heimat verloren hatte, konnte sie zwar unbefristet im ehemaligen Stadtkindergarten an der Harpstedter Straße eine neue Heimat finden. Doch die angedachte Unterbringung von 16 Asylbewerbern im Erdgeschoss des Gebäudes wirft bei den Aktiven einige Fragen auf.

„Wir wissen nicht, wie es dann mit der Jugendarbeit weitergeht“, so der Vorsitzende der DLRG, Carsten Petermann, im Gespräch mit Marco Hake (zweiter Vorsitzender), Franz Bahlmann sowie Jens Bührmann von der Gruppe „Willi wühlt“. Einige Eltern hätten schon angekündigt, ihre Kinder nicht zum DLRG-Domizil zu schicken, wenn dort die Asylbewerber wohnten. Das habe nichts mit Fremdenfeindlichkeit zu tun, sondern damit, dass der Personenkreis ganz andere Lebensweisen pflege als sie in Deutschland üblich seien. „Das haben wir ja schon festgestellt, als das alte Amtshaus noch Asylbewerber beherbergt hat“, so Petermann. Vorsorglich habe sein Verein auch zwei Ferienpass-Aktionen im Garten abgesagt, „weil wir nicht wissen, wie die Lage dann hier ist“.

Problematisch ist auch, dass eine Trennung der Geschosse im ehemaligen Kindergarten nicht so einfach realisiert werden könnte. Während das Erdgeschoss baufällig ist, haben sich die DLRG-Mitglieder die Räume schön renoviert und nutzen auch den Keller. „Wir brauchen dringend einen Platz für die Jugendarbeit“, sagt Petermann, der zudem Lösungen einfordert, wo die Lebensretter in Zukunft bleiben sollen. „Wir benötigen klare Signale, ob wir beispielsweise in einem Rettungszentrum neben dem Feuerwehrhaus in der Pagenmarsch unterkommen können.“ Der Standort sei optimal, weil er in der Nähe des Schwimmbades liege.

„Eine klare Aussage der Verwaltung wäre auch die Voraussetzung für einen Förderantrag zur Sportstättenförderung“, so Bahlmann. Die DLRG frage sich in diesem Zusammenhang auch, warum niemand über das Thema Sportstättenförderung beim Hallenbad nachgedacht habe. „Kommen wir bei der Finanzierung des Hallenbades vielleicht ohne öffentliche Fördergelder klar?“, fragt Bahlmann. · dr

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