Fröhlke beweist mit „Wie ich einmal in Harpstedt den Teufel traf“ viel Sprachgefühl und begeistert rund 50 Besucher

„Dieser Abend hat mich Kilos gekostet“

Während Jens Fröhlke sang und erzählte, sorgte Lutz Sanner auf der Gitarre für die musikalische Umrahmung.

Harpstedt - (jp) · „Einen wunder-wunderschönen Abend wünsche ich Ihnen! Jetzt kann ich nicht mehr zurück. Ihr seid alle mutig, dass ihr hier seid… Und ich bin auch mutig, dass ich hier bin…“ Mit diesen Worten eröffnete Jens Fröhlke am Freitagabend eine ungewöhnliche und bisher einmalige Veranstaltung des Kunst- und Kulturvereins (KuK) im „Kleinen Weinladen“.

„Dieser Abend hat mich Kilos gekostet. Aber jetzt muss ich da durch“, so Fröhlke. Als Rezitator und Buchhändler kennt man ihn bereits, dass er auch Autor von Gruselgeschichten sein könnte, kann man sich vorstellen. Aber Sänger?

Zunächst gab er aber eine teuflisch spannende Geschichte über seine unheimliche Begegnung mit dem „personifizierten Bösen“ zum Besten. Alles begann nach einer durchzechten Nacht und einem „Afterparty-Swimming“ im Harpstedter Rosenfreibad. „Ich hätte ja bezahlt, aber im Kassenhäuschen saß leider niemand mehr“, verteidigte sich Fröhlke, nachdem Bürgermeister Uwe Cordes im Publikum hellhörig geworden war. „Wie ich also auf dem Weg nach Hause über die ‚Schwarze Brücke‘ lief, saß er da: Mit einer Klampfe, einem tadellos gebügelten schwarzen Anzug und gestriegelter Haarmähne nachts um halb vier.“ Im Gespräch bot der Unheil verkündende Gesprächspartner viel Geld für wenig Arbeit an und begann, mit Fröhlke anzustoßen und ihm auf seiner „Klampfe“ diabolische Geschichten vorzusingen.

Begleitet von Lutz Sanner auf der Gitarre bewies der Buchhändler sein Geschick als Autor von Liedtexten. Mal nachdenklich, mal fordernd, mal unheimlich und dann wieder ganz schlicht: Mit Melodien von „Witthüser & Westrup“, Ludwig Hirsch, Heinrich Heine, den „Ärzten“, Ina Seidel und Udo Lindenberg trug Jens Fröhlke spannende fantasievolle Themen vor. Zugleich war er sehr selbstkritisch: „Nein, also das klingt ja furchtbar, das ist ja eine Zumutung. Bei den Proben war es deutlich besser, da habe ich sogar die meisten Töne getroffen“, versicherte er.

Die rund 50 Besucher waren begeistert und lauschten, zwischendurch geradezu mit angehaltenem Atem, der packenden Geschichte. Immer wieder wurde herzlich gelacht und applaudiert. Für die Pause hatten sich die Organisatoren eine ganz besondere Überraschung einfallen lassen: Für jeden Besucher stand ein Umtrunk bereit, ganz auf die Art und Weise, wie ihn Jens Fröhlke mit seinem Teufel in hoher Anzahl genossen hat: „Nicht gerührt oder geschüttelt, nein: geschichtet.“

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