Pastor Matthias Selke verlässt die Alexanderkirche zum 1. März 2012

„Die Vertrautheit mit vielen Menschen wird mir fehlen“

Matthias Selke vor seiner „Arbeitsstätte“ Alexanderkirche.
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Matthias Selke vor seiner „Arbeitsstätte“ Alexanderkirche.

Wildeshausen - Er hat die Ökumene in der Kreisstadt gestärkt, den Männer-Talk mitgegründet, die offene Arbeit forciert, hunderte Konfirmanden geschult, Senioren begleitet und – nicht zuletzt – über 15 Jahre lang in der evangelisch-lutherischen Alexanderkirche gepredigt: Zum 1. März 2012 verlässt Pastor Matthias Selke Wildeshausen, um eine neue Herausforderung zu suchen.

Den dreifachen Familienvater zieht es im Alter von 51 Jahren in die neuen Bundesländer. Er wird in Ludwigslust (Mecklenburg-Vorpommern) das Amt eines Leiters für Fort- und Weiterbildung in einem kirchlichen Bildungshaus übernehmen.

Das dürfte eine große Umstellung werden. Im Bereich der zukünftigen Nordkirche wurde Selke schon signalisiert, er müsse „die Weite leben“, es wird viel Raum zur Entwicklung in Norddeutschland geben. In Wildeshausen hingegen schätzte Selke die Nähe zur Stadt und den Menschen. „Ich konnte alles mit dem Fahrrad erreichen“, sagt er. Denn der Pfarrbezirk 3 hat seinen Schwerpunkt in der Innenstadt, und das Pfarrhaus ist besonders familienfreundlich mit großem Garten. Zudem hat die älteste Basilika im Oldenburger Land eine lange Geschichte und bot die Chance, Tradition und Moderne zu verbinden.

Der engagierte Seelsorger wusste bereits, dass er Pastor werden will, als er die Oberstufe in Ganderkesee besuchte. Anschließend studierte er in Münster, absolvierte sein Gemeindevikariat in Alt-Stuhr, war dann in den beiden Delmenhorster Krankenhäusern tätig, übernahm eine „Feuerwehrstelle“ in Kirchhatten und wirkte sieben Jahre in Ofenerdiek, bevor er 1996 nach Wildeshausen kam.

Hier war er vielfältig aktiv: Selke unterrichtete Religion am Gymnasium, baute die Seniorenarbeit der Kirche ebenso auf wie Hauskreise und Ökumene. „Auf diesem Weg sind wir weit gekommen“, sagt er und erinnert an das Ökumeneforum, die Reihe „Perlen des Glaubens“ und viele gemeinsame Gottesdienste. Ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg dorthin war sicherlich, als die St.-Peter-Gemeinde vor über zehn Jahren für ein Jahr ihre Kirche nicht nutzen konnte und deshalb für die Gottesdienste in die Alexanderkirche umzog.

„Ich möchte noch einmal etwas ganz anderes machen“, erklärt Selke, der Anfang Oktober und Mitte November seine Bewerbungsgespräche hatte. Als klar war, dass er die Stelle in Ludwigslust bekommt, sah er sich mit seiner Frau Gitta, den Söhnen Florian (16), Micha (14) und Jakob (12) die neue Heimat an. Während Selke bereits im März in Ludwigslust beginnt, bleibt die Familie bis zum Sommer in Wildeshausen. Florian wird sogar noch länger hier wohnen, um die Schule abzuschließen. Offiziell verabschiedet wird Pastor Selke dann am 19. Februar. · dr

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