Diskussion über Industrieflächen in Wildeshausen / Kreienborg denkt über Umsiedlung nach

„Die Alarmglocken sollten schrillen“

Der Betrieb von Kreienborg an der Goldenstedter Straße ist nicht erweiterungsfähig.

Wildeshausen (dr) · Nachdem im Planungs- und Umweltausschuss der Gemeinde Großenkneten Pläne vorgestellt wurden, ist eine erneute Diskussion über den Industriestandort Wildeshausen entbrannt.

Denn diese sahen vor, dass die Wildeshauser Geflügelschlachterei Kreienborg darüber nachdenkt, ins Ahlhorner Gewerbe- und Industriegebiet zu ziehen.

Dem Vernehmen nach könnte Kreienborg in direkter Nachbarschaft zur Putenschlachterei Heidemark eine neue Geflügelschlachterei bauen. Von der Firmenleitung gibt es aber weder eine Bestätigung noch ein Dementi. Eine Entscheidung könnte jedoch noch in diesem Jahr fallen.

Kreienborg ist in Wildeshausen an der Goldenstedter Straße in Nähe des Kreisaltenheims ansässig. Über Abwanderungsgedanken ist in der Wildeshauser Verwaltung offiziell nichts bekannt. Der Inhaber habe im Rahmen der regelmäßigen Gespräche, die die Verwaltung mit den Wildeshauser Betrieben führe, vor Jahren angedeutet, dass er eventuell erweitern möchte, so Bürgermeister Kian Shahidi. Ein konkreter Wunsch sei aber nicht an die Stadt herangetragen worden. Zurzeit stünden auch keine Industriegebiete zur Verfügung.

Noch vor geraumer Zeit hatte die Kreisstadt einige Industrieflächen im Angebot. Diese sind mittlerweile aber zum Teil an Betriebe vergeben worden, die derartige Flächen gar nicht zwingend benötigen. Ein neues Industriegebiet könnte Wildeshausen als interkommunales Industriegebiet in Wildeshausen-West errichten. Die Verwaltung wurde im vergangenen Jahr vom Rat damit beauftragt, Vorbereitungen für eine Flächennutzungsplanänderung in die Wege zu leiten, eine erste Bürgerbeteiligung wurde durchgeführt, ein Erschließungsplan wurde aber wegen der hohen Kosten vorerst von der Tagesordnung genommen.

Angesichts eventueller Pläne von Kreienborg, zu expandieren, meldet sich auch die Mittelstandsvereinigung Wildeshausen (MIT) zu Wort. „Normalerweise sollten bei allen Beteiligten die Alarmglocken klingeln. Hoffen wir, dass es wirklich noch nicht zu spät ist, Kreienborg hier zu halten“, schreibt MIT-Pressesprecher Ingo Hermes in einer Mitteilung. Sollte Bürgermeister Shahidi tatsächlich gesagt haben, dass ihm keine offizielle Nachfrage vorliege, dann signalisiere das im höchsten Maße die „aktuelle Inflexibilität der Verwaltung“.

„Es muss jetzt fraktionsübergreifend alles daran gesetzt werden, attraktive Angebote zu gestalten. Dies sollte für jede Stadtverwaltung auch selbstverständlich sein. Wir brauchen gar nicht zu erwähnen, wie es in anderen Gemeinden läuft“, so Hermes. „Unsere Nachbarn machen es uns gerade vor.“

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