Zwei Auszubildende der Firma Hermes Systeme absolvieren Auslandspraktikum in England

Devise „Ready for Europe“

Bald heißt es Abschied nehmen vom heimischen Betrieb.: Ausbildungskoordinator Dirk Schönhoff, David Bröring, Veronika Ott, Matthias Kühnel und Ingo Hermes (von links).

Wildeshausen - Von Joachim Decker· „Ready for Europe“ lautet die Devise der EU – mit dabei sind die Auszubildenden Veronika Ott (22, Bürokauffrau) und David Bröring (20, Elektroniker für Automatisierungstechnik) des Wildeshauser Unternehmens Hermes Systeme. Ihnen wurde jetzt seitens der Firmenleitung die Möglichkeit eingeräumt, ein Auslandspraktikum in England zu absolvieren. Organisiert und abgewickelt vom BNW (Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft).

„Meine Assistentin Christiane Kreft hat von dieser EU-Maßnahme gelesen. Aus einem Pool von zwölf Auszubildenden haben wir die beiden ausgewählt“, erzählt Geschäftsführer und Gesellschafter Ingo Hermes. Er sei sich schon sicher gewesen, dass die verdientesten Auszubildenden diese Chance bekommen sollen: „Ich sehe darin eine Auszeichnung für gute Leistungen.“ Außerdem sei es eine Möglichkeit, noch mehr Selbstbewusstsein zu erlangen und sein Wissen auszubauen.

Zwar hätte das Unternehmen auch alles selbst in die Hand nehmen und diese Praktika planen können, aber im BNW wurde ein Partner gefunden, der bereits seit vier Jahren Komplettpakete anbietet und die gesamte Planung, Vorbereitung und Durchführung übernimmt. Bis hin zum ständigen Netzwerk-Kontakt zu den Auszubildenden.

„Wir gewährleisten, dass die jungen Menschen im gleichen Berufsfeld eingesetzt werden“, sagt BNW-Innovationsmanager Torben Böhle. „Es nutzt schließlich nichts, wenn ein Elektroniker plötzlich am Schreibtisch sitzen und die Buchhaltung machen muss.“

Ebenso reiche es nicht, die Auszubildenden einfach nur ins Ausland zu schicken: „Es ist schon wichtig, dass alles stimmt. Aus diesem Grund haben wir für diese Praktika Lernmodule erarbeitet.“

Diese sehen für den fünfwöchigen Aufenthalt von David Bröring, der am 27. März in Hamburg in den Flieger steigt, vor, dass er zunächst eine Woche eine Sprachschule in Liverpool besucht, um seine Englischkenntnisse aufzubessern. Dann folgen zwei Wochen auf einem College, wo die Teamarbeit im Mittelpunkt steht. „Im Rahmen einer Projektarbeit sollen die Teilnehmer erfahren, wie es ist, in einem internationalen Team tätig zu sein“, betont Böhle. Erst danach folgten drei Wochen in einem englischen Unternehmen: „Noch steht nicht fest, welcher Betrieb es ist. Auf alle Fälle liegt er in Liverpool oder London.“ Hierzu Matthias Kühnel vom BNW: „Vom technischen Stand liegen die Engländer schon ein paar Jährchen hinter uns. Viele junge Menschen haben nach ihrer Rückkehr erzählt, dass sie dort erfahren mussten, was improvisieren sei, weil es anders nicht möglich war.“ Zudem seien sie auf Grund ihres Auslandsaufenthalts noch verlässlicher geworden: „Sie kommen oft mit breiten Schultern wieder in die Betriebe.“

Veronika Ott fliegt am 13. März für drei Wochen auf die Insel nach Guildford, absolviert dort dann ein dreiwöchiges Praktikum, dem jedoch ebenfalls eine Sprachschulung vorgeschaltet ist.

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