Versammlung des DRK-Ortsvereins Wildeshausen-Dötlingen

„Der Charme von Frau Hentemann“

Gerold Sprung würdigte das Engagement von Margret Hentemann.

Wildeshausen - WILDESHAUSEN (hen) · „Wer unterliegt nicht dem Charme von Frau Hentemann?“, fragte der Vorsitzende des DRK-Kreisverbandes Oldenburg-Land, Gerold Sprung, am Montag im Rahmen der Jahreshauptversammlung des DRK-Ortsvereins Wildeshausen-Dötlingen im DRK-Mehrgenerationenhaus (MGH) an der Bahnhofstraße in der Wittekindstadt mit Blick auf die scheidende Vorsitzende.

Wie schon im Vorjahr angekündigt, hatte sie aus privaten Gründen nicht mehr für den Vorsitz kandidiert. „Ich bedaure diese Entscheidung, aber ich respektiere sie“, sagte Sprung. In den sechs Jahren ihrer Amtszeit habe sich in dem Ortsverein viel bewegt, und er habe sich positiv weiterentwickelt. Margret Hentemann habe nicht nur alles im Griff gehabt, sondern mit ihrem Erscheinen und ihren Worten habe sie es auch verstanden, die ehren- und hauptamtlichen Mitarbeiter immer wieder zu motivieren. „Als Leiterin der Kleiderkammer stehe ich weiterhin gern zur Verfügung“, versprach Hentemann.

Einstimmig wurde Hermann Lessel (67) zu ihrem Nachfolger gewählt (wir berichteten). Seine erste Amtshandlung war die Leitung der Wahl des Kassenwartes: Der kurzfristig erkrankte Hermann Breitfeld wurde in Abwesenheit für weitere zwei Jahre einstimmig bestätigt. Zuvor hatte der stellvertretende Vorsitzende Günter Warrelmann das DRK-Jahr mit beeindruckenden Zahlen Revue passieren lassen. Er berichtete dabei von insgesamt 18 140 ehrenamtlich geleisteten Stunden. Der Löwenanteil entfiel dabei mit 10 012 Stunden auf die Mitarbeiter des Mehrgenerationenhauses, gefolgt von den Mitarbeitern der Kleiderkammer mit 4 190 Stunden, den ehrenamtlichen Helfern des Ortsvereins mit 3 618 Stunden, den acht Ausbildern mit 240 Stunden und dem Jugendrotkreuz mit 80 Stunden.

Die Mitarbeiterinnen der Kleiderkammer sortierten 44 Tonnen Altkleidung nach Beschaffenheit, Größe und Restware aus. Wöchentlich wurden von ihnen rund 130 Bedürftige bedient. „Der Ansturm zeigt, dass diese Einrichtung gewünscht und dringend notwendig ist“, betonte Margret Hentemann. Dabei vergaß sie es nicht, der Stadt Wildeshausen für die finanzielle Unterstützung für Miete, Strom und Wasser zu danken. Weiter konnte sie von neun Blutspendeterminen berichten, die insgesamt 1 515 Spender, davon 104 Erstspender, besuchten. Auch von mehren großen und kleinen Einsätzen des Küchenteams konnte sie berichten. So wurden unter anderem anlässlich der Festlichkeiten für 30 Jahre Partnerschaft mit Evro n/ Frankreich und 15 Jahre Hertford / England 250 Personen mit einem Frühstück auf der Burgwiese versorgt.

„Es war ein erfolgreiches Jahr“, blickte auch Sandra Scholz, Leiterin des Mehrgenenerationenhauses, zurück. Die Besucherzahlen seien gestiegen und neue Gruppen, unter anderem die Rheuma-Liga, Blinde und Sehbehinderte sowie die Angehörigen von Demenzkranken, hätten im MGH ein neues Zuhause gefunden.

Rekordbesucherzahlen habe auch die zehnte Kinderkleiderbörse verbuchen können. Mehr als erfreulich seien die 22 verschiedenen Ferienpassaktionen in den Sommerferien mit insgesamt 285 Kindern gewesen. Auch die in Kooperation mit dem Seniorenservicebüro in Wardenburg angebotene Nachbarschaftshilfe mit zehn ehrenamtlichen Mitarbeitern werde sehr gut angenommen.

Als besonderen Höhepunkt des Jahres bezeichneten sowohl Margret Hentemann als auch Sandra Scholz neben den Feierlichkeiten zum 100-jährigen Bestehen des Ortsvereins den neuen barrierefreien Eingang des Mehrgenerationenhauses.

Astrid Zinner, DRK-Kreisbereitschaftsleiterin, ließ es sich nicht nehmen, Mitglieder des Ortsvereins für ihre ehrenamtliche Tätigkeit mit Urkunden und Jahresspangen zu ehren: Während Kai Riethmöller seit fünf Jahren dabei ist, engagiert sich Ingrid Warrelmann seit 35 Jahren, Gerd-Jürgen Jacobs sogar seit 45 Jahren.

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